Im Jahr 2026 begeht die wire Düsseldorf ihr 40-jähriges Bestehen und positioniert sich zugleich mit neuen inhaltlichen Formaten für die Zukunft der Draht- und Kabelindustrie. Die internationale Fachmesse bringt Aussteller und Besucher aus allen relevanten Industrien zusammen und bleibt damit ein zentraler Bezugspunkt für technologische und strukturelle Entwicklungen der Branche.

Ein sichtbares Zeichen dieser Weiterentwicklung ist die Premiere des wire & Cable FORUM, das erstmals im Rahmen der wire 2026 stattfindet. Ergänzt durch das gewachsene Messeformat und die enge Verzahnung mit der Tube werden in Düsseldorf aktuelle Verfahren, Materialien und Anwendungen der Draht- und Kabelherstellung ebenso thematisiert wie übergreifende Fragen zu Digitalisierung, Nachhaltigkeit und industrieller Transformation.
Von den Anfängen der wire zur dauerhaften Heimat in Düsseldorf
Die Ursprünge der wire reichen bis ins Jahr 1967 zurück, als in London erstmals eine sogenannte „wire style exhibition“ stattfand. Bereits bei der zweiten Durchführung im Jahr 1970 zeigte sich das internationale Wachstumspotenzial der Veranstaltung. Die Zahl der Aussteller stieg deutlich, und neben europäischen Fachbesuchern reisten zunehmend Interessierte aus den USA und Asien an, um Maschinen und Anlagen zur Draht- und Kabelherstellung sowie deren Verarbeitung kennenzulernen.
Mit dem weiter wachsenden internationalen Interesse an den Industriebereichen Draht und Kabel verlagerte die wire ihren Standort 1972 von London nach Basel. Dort entwickelte sich die Messe über mehr als ein Jahrzehnt kontinuierlich weiter, bis die Kapazitätsgrenzen des Messegeländes erreicht waren. 1986 fiel schließlich die Entscheidung für einen erneuten Standortwechsel nach Düsseldorf. Der neue Standort bot nicht nur größere Flächen, sondern auch eine zentrale Lage im europäischen Wirtschaftsraum, die den internationalen Charakter der wire nachhaltig prägte.
Entwicklung der wire zur globalen Leitmesse
Der Start der wire in Düsseldorf erfolgte 1986 mit 488 Ausstellern und rund 21.000 Fachbesuchern. In den folgenden Jahrzehnten entwickelte sich die Messe zu einem zentralen Motor für die Draht- und Kabelindustrie. Die wire wuchs kontinuierlich in Umfang und Bedeutung und etablierte sich als feste Größe im internationalen Messekalender.

Heute präsentiert sich die wire als eigenständige Messe mit über 1.500 Ausstellern auf rund 67.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche. Rund 60.000 internationale Besucher nutzen die Veranstaltung, um sich über aktuelle Maschinen, Anlagen, Verfahren und Materialien zu informieren. Im Fokus stehen dabei Lösungen für zentrale Herausforderungen der Branche, darunter nachhaltige Transformation, Digitalisierung, Mobilitätswende, intelligentes Energiemanagement und resiliente Lieferketten.
wire und Tube 2026 als gemeinsamer internationaler Treffpunkt
Seit 1988 findet die wire in Düsseldorf gemeinsam mit der Tube statt. Beide Messen bilden seither ein eng verzahntes Netzwerk, das Technologien, Verfahren und Anwendungen aus angrenzenden Industriebereichen zusammenführt. Diese Verbindung ermöglicht es Ausstellern und Fachbesuchern, technologische Zusammenhänge entlang der industriellen Wertschöpfungsketten umfassend abzubilden.
Für das Jahr 2026 planen die Veranstalter die bislang größte gemeinsame Ausgabe von wire und Tube. Erwartet werden mehr als 2.500 Aussteller auf insgesamt rund 120.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche. Damit wächst der internationale Hotspot der Draht-, Kabel- und Rohrindustrie weiter und stärkt seine Rolle als zentraler Treffpunkt für globale Marktteilnehmer, Entscheidungsträger und technologische Impulsgeber.
Sonderflächen und Initiativen als Bestandteil der Weiterentwicklung
Die wire versteht sich nicht nur als Präsentationsplattform für Maschinen und Anlagen, sondern auch als Impulsgeber für strukturelle Entwicklungen innerhalb der Branche. Mit Initiativen wie ecoMetals rückt die Messe ressourcenschonende Produktionsweisen, nachhaltige Materialien und CO₂-optimierte Fertigungsprozesse in den Mittelpunkt. Gezeigt wird, wie ökologische Anforderungen zunehmend in industrielle Lösungen integriert werden.

Ergänzt wird dieses Angebot durch den High Potential Day, der sich gezielt mit der Gewinnung qualifizierter Fachkräfte befasst. Die wire greift damit den steigenden Bedarf an Nachwuchs- und Spezialkräften auf und schafft eine Plattform für den Austausch zwischen Unternehmen, Talenten und weiteren Akteuren der Branche.
World of Cables erweitert den Fokus der wire
Mit der neuen Sonderfläche World of Cables erweitert die wire ihr Ausstellungskonzept erstmals um einen gezielten Blick auf fertige Draht- und Kabelprodukte. Damit rücken Endprodukte stärker in den Mittelpunkt, die bislang vor allem als Bestandteil vorgelagerter Produktionsprozesse wahrgenommen wurden.
Die World of Cables zeigt, wie essenziell Draht- und Kabelprodukte für unterschiedliche Industriezweige sind und welchen Beitrag sie zur Umsetzung neuer Technologien leisten. Anwendungen in der Energieinfrastruktur, in der Mobilität sowie in industriellen Systemen verdeutlichen die Rolle dieser Komponenten als Grundlage für technologische und wirtschaftliche Entwicklungen.
Neue Austauschformate für Wissenstransfer und Vernetzung
Mit der wire 2026 wird zudem erstmals das wire & Cable FORUM eingeführt. In Halle 13 des Düsseldorfer Messegeländes entsteht ein zentraler Treffpunkt für Austausch, Diskussion und Wissenstransfer. Internationale Branchenexpertinnen und -experten geben Einblicke in aktuelle Entwicklungen, darunter Digitalisierung, Automatisierung, Nachhaltigkeit sowie neue Werkstoffe und Produktionsprozesse.
Das Forum ergänzt das Messegeschehen durch Vorträge, Diskussionsrunden und Networking-Gelegenheiten und richtet sich an Fachbesucher, Aussteller sowie Entscheidungsträger der Branche. Der Eintritt ist für alle Messebesucher kostenfrei. Unternehmen haben zudem die Möglichkeit, sich als Referenten oder Sponsoren zu beteiligen und ihre Kompetenz sowie Innovationskraft einem internationalen Fachpublikum zu präsentieren.