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CO2-Fußabdruck von Pulverlacken deutlich reduziert

24. September 2025 von Birgit Fischer

BASF, AkzoNobel und Arkema arbeiten gemeinsam daran, den CO2-Fußabdruck von Pulverlacken erheblich zu senken. Im Fokus steht die Entwicklung nachhaltiger Lösungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette, die durch innovative Rohstoffe, präzisere CO2-Daten und den Einsatz erneuerbarer Energien ermöglicht werden.

Interpon D2525 Pulverlacke wurden für die Aluminiumfassade von The Shard in London eingesetzt. Das Gebäude erhielt die Bewertung BREEAM Excellent – einen international anerkannten Standard für nachhaltige Architektur und Infrastruktur. | Foto: BASF
Interpon D2525 Pulverlacke wurden für die Aluminiumfassade von The Shard in London eingesetzt. Das Gebäude erhielt die Bewertung BREEAM Excellent – einen international anerkannten Standard für nachhaltige Architektur und Infrastruktur. | Foto: BASF

Eine veröffentlichte Fallstudie liefert detaillierte Einblicke in die Methoden und Berechnungen, mit denen Pulverlacke in der Farben- und Lackindustrie einen Beitrag zur Verringerung von Emissionen leisten können.

Pulverlacke mit bis zu 40 Prozent weniger Emissionen

Der CO2-Fußabdruck der superlanglebigen1 Pulverlacke der AkzoNobel-Marke Interpon ist dank der Kooperation mit Arkema und BASF um bis zu 40 Prozent2 geringer. Damit kann die Interpon D-Reihe einen noch größeren Beitrag zur Reduzierung von Emissionen über den gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes leisten.

Möglich wird dies durch die Verwendung lieferantenspezifischer PCF-Daten (Product Carbon Footprint) sowie bio-attributierter3 Rohstoffe. Zuvor basierten die Berechnungen auf Branchendurchschnitten für Polyesterharze. Nun spiegeln die neuen Daten Variablen wie Investitionen in Prozesseffizienz und den Einsatz von erneuerbarem Strom wider und ermöglichen präzisere Ergebnisse.

Nachhaltigkeit durch bio-attributierte Rohstoffe

Ein wesentlicher Vorteil entsteht durch die bio-attributierten Rohstoffe von BASF mit einem PCF von Null4. Arkema verarbeitet diese Materialien zu Pulverbeschichtungsharzen, die in den Interpon-Produkten von AkzoNobel eingesetzt werden. So werden Pulverlacke hergestellt, die auch bei niedrigen und Standardtemperaturen aushärten und zugleich eine verbesserte Klimabilanz aufweisen.

„Diese Initiative spiegelt unser Engagement wider, durch Innovation und Zusammenarbeit nachhaltigere Lösungen anzubieten“, erklärt Vasilios Galanos, Senior Vice President Intermediates Europe bei BASF. „Unsere Vision ist es, für unsere Kunden der bevorzugte Partner für nachhaltige Zwischenprodukte zu sein. Durch die Lieferung von NPG in einer biomassenbilanzierten Version, die mit erneuerbarem Strom hergestellt wird (NPG ZeroPCF), unterstützen wir unsere Partner in der Wertschöpfungskette bei der Umsetzung ihrer Nachhaltigkeitsziele.“

Impulse für die Farben- und Lackindustrie

Auch AkzoNobel sieht in der Zusammenarbeit eine wichtige Entwicklung: „Unsere Kunden benötigen Lösungen, die ihre Umweltziele und Green-Building-Zertifizierungen unterstützen. Indem wir über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg zusammenarbeiten, unternehmen wir bedeutende Schritte zur Verringerung des CO2-Fußabdrucks und demonstrieren gleichzeitig unser unermüdliches Engagement für Nachhaltigkeit“, so Jeff Jirak, Direktor des Geschäftsbereichs Powder Coatings bei AkzoNobel.

Arkema betont die Bedeutung gemeinsamer Innovationen: „Durch die Nutzung erneuerbarer Bioattribution durch Massenbilanzierung und nachhaltige Innovationen ermöglichen wir eine kontinuierliche Verbesserung von Lösungen für die Aushärtung bei niedrigen Temperaturen und eine höhere Haltbarkeit. Gemeinsam entwickeln wir die nächste Generation von Pulverbeschichtungslösungen mit geringeren Kohlenstoffemissionen für die Baubranche“, sagt Richard Jenkins, Senior Vice President Coating Solutions und Vorstandsmitglied bei Arkema.

Low-E-Architektur-Pulverbeschichtungen im Einsatz

Die in Europa produzierten superlanglebigen Farbsortimente und Low-E-Architektur-Pulverbeschichtungen von Interpon verwenden nun emissionsarme, bio-attributierte Materialien. Dazu zählen Kollektionen wie Interpon D2525 Futura, Anodic, Stone-Effect, Natural Metals und Terracotta sowie Interpon D2015 Precis Ultra-Matt. Diese Beschichtungen tragen entscheidend dazu bei, den CO2-Fußabdruck der gebauten Umwelt zu verringern.

Ausblick auf weitere Kooperationen

BASF, AkzoNobel und Arkema planen eine engere Zusammenarbeit entlang der Wertschöpfungskette und laden ein breiteres Netzwerk von Partnern dazu ein, die Transformation der Farben- und Lackindustrie in eine nachhaltigere Zukunft aktiv mitzugestalten.

Über BASF

BASF steht für Chemie für eine nachhaltige Zukunft. Das Unternehmen verbindet wirtschaftlichen Erfolg mit dem Schutz der Umwelt und gesellschaftlicher Verantwortung. Rund 112.000 Mitarbeitende in der BASF-Gruppe tragen zum Erfolg von Kunden aus nahezu allen Branchen und in fast allen Ländern der Welt bei. Das Portfolio umfasst als Core Businesses die Segmente Chemicals, Materials, Industrial Solutions und Nutrition & Care; die Standalone Businesses sind in den Segmenten Surface Technologies und Agricultural Solutions gebündelt. Im Jahr 2024 erzielte BASF weltweit einen Umsatz von 65,3 Milliarden Euro. Die Aktien werden an der Börse in Frankfurt (BAS) sowie als American Depositary Receipts (BASFY) in den USA gehandelt.

Über AkzoNobel

AkzoNobel bietet seit 1792 innovative Farben, Lacke und Beschichtungen an, die das Leben der Menschen verschönern und schützen. Das Portfolio umfasst international bekannte Marken wie Dulux, International, Sikkens und Interpon, die weltweit das Vertrauen von Kunden genießen. Mit Aktivitäten in über 150 Ländern setzt AkzoNobel sein Fachwissen ein, um Oberflächen zu gestalten und nachhaltige Lösungen bereitzustellen. Als etabliertes Farbenunternehmen engagiert sich AkzoNobel dafür, das Beste von heute zu bewahren und gleichzeitig ein besseres Morgen zu schaffen.

Über Arkema

Arkema ist ein weltweit tätiges Unternehmen der Materialwissenschaft mit einem breiten Portfolio an Technologien, das auf die wachsende Nachfrage nach neuen und nachhaltigeren Materialien ausgerichtet ist. Der Konzern ist in drei Geschäftsbereiche für Spezialmaterialien – Klebstofflösungen, Hochleistungsmaterialien und Beschichtungslösungen – gegliedert, die im Jahr 2024 rund 92 Prozent des Umsatzes erwirtschafteten, sowie in einen Bereich für Zwischenprodukte. Arkema bietet technologische Lösungen für zentrale Herausforderungen wie neue Energien, Wasserzugang, Recycling, Urbanisierung und Mobilität. Im Jahr 2024 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von rund 9,5 Milliarden Euro und beschäftigt weltweit rund 21.150 Mitarbeitende in etwa 55 Ländern.

  1. Superlanglebig bedeutet einen nachgewiesenen Materialschutzvorteil und erfüllt die Industriestandard-anforderungen von Qualicoat Klasse 2 und GSB Florida 3. ↩︎
  2. Im Vergleich zum früheren CO2-Fußabdruck, der für diese Produkte berechnet wurde. Berechnet nach der PCF-Methode gemäß ISO 14067 und Together for Sustainability (TfS)-Richtlinie V3 von der Wiege bis zum Werkstor, einschließlich biogener Abbauprodukte (ca. 5 %), und verglichen mit dem Branchendurchschnitt aus der CEPE V4-Datenbank für Polyesterharze (bis zu 35 %). Weitere Informationen auf Seite 12-15 der Fallstudie. ↩︎
  3. BASF speist nachwachsende Rohstoffe in den ersten Schritten der chemischen Produktion in ihren Verbund ein und ordnet einen entsprechenden Anteil der nachwachsenden Rohstoffe über eine zertifizierte Massenbilanzmethode bestimmten Verkaufsprodukten zu. Mehr Informationen unter The Biomass Balance Approach. ↩︎
  4. Die PCF-Berechnung bei BASF erfolgt von der Wiege bis zum Werkstor einschließlich der biogenen CO2-Aufnahme, berechnet nach ISO 14040, 14044 und 14067 und in Übereinstimmung mit den TfS-Richtlinien. Ein PCF von Null wird durch den Einsatz des Biomassenbilanz-Ansatzes und von Strom aus erneuerbaren Energien erreicht. Weitere Informationen unter ZeroPCF Intermediates. ↩︎

Kategorie: Companies, News Stichworte: AkzoNobel, Arkema, BASF, Neopentylglykol, PCF, Pulverlacke

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