Boehringer Ingelheim will halbe Milliarde in Wien investieren

Der Standort Wien soll signifikant erweitert werden | Foto: Boehringer Ingelheim

Der Standort Wien soll signifikant erweitert werden | Foto: Boehringer Ingelheim

Der Standort Wien wird von Boehringer Ingelheim nach der Erweiterung des RCV um ein Krebsforschungsgebäude 2015 auch in Zukunft signifikant erweitert: Das Pharmaunternehmen begibt sich nun in die Detailplanungsphase einer neuen großtechnischen biopharmazeutischen Produktionsanlage für Wirkstoffe, welche mit Hilfe von Zellkulturen hergestellt werden. Mit der Investition in Höhe von rund einer halben Milliarde Euro wird Boehringer Ingelheim zudem mehr als 400 neue Arbeitsplätze in Wien schaffen.

„Dies ist eine Entscheidung für den Pharmastandort Europa“, sagte Professor Dr. Andreas Barner, Vorsitzender der Unternehmensleitung von Boehringer Ingelheim. „Im Rahmen der Investitionsentscheidung haben wir verschiedene internationale Optionen eingehend geprüft, auch im Blick auf das Forschungsumfeld an möglichen Standorten.

Den Ausschlag für Wien gab letztlich, dass die Marktversorgung mit biopharmazeutischen Produkten durch einen weiteren unabhängigen Standort zusätzlich abgesichert wird und eine Risiko-Balancierung vorgenommen werden kann.“

Anzeige
Dr. Wolfgang Baiker, Mitglied der Unternehmensleitung mit Verantwortung für Produktion und Biopharmazie | Foto: Boehringer Ingelheim

Dr. Wolfgang Baiker, Mitglied der Unternehmensleitung mit Verantwortung für Produktion und Biopharmazie | Foto: Boehringer Ingelheim

In Wien produziert Boehringer Ingelheim bislang pharmazeutische Wirkstoffe unter Einsatz von Mikroorganismen. In den nächsten Jahren wird zusätzlich Zellkulturtechnologie dorthin transferiert. Am Standort Biberach werden bereits seit vielen Jahren erfolgreich zwei großtechnische Anlagen zur Markteinführung und Herstellung von Biopharmazeutika auf Basis von Zellkulturen betrieben. Biberach bleibt der größte europäische Zellkultur- und globaler Launch-Standort von Boehringer Ingelheim.

„Unsere eigenen vielversprechenden biopharmazeutischen Entwicklungsprojekte sowie die starke Nachfrage im Markt nach Auftragsproduktion waren Grundlage für die Entscheidung, in diesem Umfang nachhaltig in unsere Biopharmazie zu investieren“, erläuterte Dr. Wolfgang Baiker, Mitglied der Unternehmensleitung mit Verantwortung für Produktion und Biopharmazie. Die Investition stärkt das internationale biopharmazeutische Netzwerk von Boehringer Ingelheim und stützt seine führende Stellung im Markt. Die neue Produktionsanlage soll im Jahr 2021 in Betrieb gehen. Boehringer Ingelheim ist weltweit einer der größten Hersteller von biopharmazeutischen Medikamenten. Als Pionier in diesem Bereich mit über 35 Jahren Erfahrung hat das Unternehmen mehr als 25 biopharmazeutische Medikamente für Patienten weltweit hergestellt.

No Responses