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Eppendorf liefert Untersuchung zu Pipettengenauigkeit

Häufig schon konnten Versuchsergebnisse nicht reproduziert werden, obwohl alle Variablen innerhalb eines Versuchsablaufs einer Überprüfung Stand gehalten haben. Aber ist das wirklich so?
Die Eppendorf AG mit Sitz in Hamburg hat dazu eine umfassende Untersuchung durchgeführt und veröffentlicht. Sie unterstreicht die Notwendigkeit eines höchst systemkonformen Pipetten-Spitzen Einsatzes.

Cover der Application-Note 354 "The Tip of the Iceberg" | Eppendorf AG

Cover der Application-Note 354 “The Tip of the Iceberg” | Eppendorf AG

Zum Beispiel bei molekularbiologischen Methoden, um Proben auf Pathogene, genetisch modifizierte Organismen (GMO) oder Echtheit zu überprüfen. Bei einer derartigen Analyse, wie auch bei der Real Time PCR, ist eine hohe Reproduzierbarkeit der Ergebnisse unabdingbar. Aber was passiert, wenn die Spitzen, welche für eben diese Analyse eingesetzt werden, der Grund dafür sind, dass die Ergebnisse nicht reproduziert werden können?

In vielen Fällen wird davon ausgegangen, dass das verwendete Pipettiersystem, bestehend aus Pipette und Pipettenspitze keine Fehlerquelle darstellt, solange die Spitze auf die Pipette passt. Aber auch wenn dies der Fall ist, sagt dies noch nichts über Präzision und Richtigkeit des Pipettier- ergebnisses aus. Denn der internationale Standard ISO 8655:2002 empfiehlt die Nutzung von Pipetten und Spitzen desselben Herstellers. Aus gutem Grund.

Denn nur so kann sich der Kunde darauf verlassen, dass jede Charge der hergestellten Pipettenspitzen genau dem Kalibrierergebnis entspricht, das in der ISO 8655:2002 beschrieben ist. Dies geschieht bei einem Nicht-System-Anbieter nicht, da er keine System-Spezifikation hat, an der er sich orientieren müsste. Der Anwender ist also gezwungen, eine Kalibrierung und ggf. Justierung seiner Pipette mit den Fremdspitzen vorzunehmen – und zwar jedes Mal, wenn er Spitzen einer neuen Charge verwendet. Aber was passiert, wenn die empfohlenen Eichungen / Justierungen nicht durchgeführt werden? Innerhalb der Produktion werden Pipetten auf eine bestimmte Spitze justiert, da die Spitze die Genauigkeit des Systems beeinflusst. Aus diesem Grund funktioniert das System nicht mehr mit derselben Genauigkeit, sobald eine unpassende Spitze eingesetzt wird.

Für Analysen wie z.B. die Untersuchung auf GMO oder Gluten-Anteil, bei welchen der absolute Ergebniswert ausschlaggebend ist, kann dies zu langfristigen Problemen führen, da die Ergebnisse mit für die Kennzeichnung ausschlaggebenden Grenzwerten verglichen werden. Ein Pipettiersystem, welches nicht innerhalb der zu erwartenden Toleranzen arbeitet, kann eine unrichtige Aussage zur Folge haben.

Die Ergebnisse einer breit angelegten Untersuchung, in der verschiedenste Einflussfaktoren identifiziert wurden, die Pipettierergebnisse negativ beeinflussen können, finden Sie in der “Application Note 354 ‘The Tip of the Iceberg – how tips influence results'” der Eppendorf AG.

Die Anwendungs-Notiz ist auf englisch und über diesen Link zu beziehen (rd. 4MB, PDF).