Die BASF hat ihre neue World-Scale-Anlage für Hexamethylendiamin (HMD) am Standort Chalampé in Frankreich erfolgreich in Betrieb genommen. Mit dieser Erweiterung steigert das Unternehmen seine weltweite Produktionskapazität für HMD auf 260.000 Tonnen jährlich. Der Produktionsstart markiert einen bedeutenden Schritt in der strategischen Weiterentwicklung des Polyamid-6.6-Geschäfts in Europa.

Bereits 2022 hatte BASF mit dem Bau der Anlage begonnen. Die Inbetriebnahme ist nun abgeschlossen. Parallel dazu befindet sich die Erweiterung der Polyamid-6.6-Produktion im Werk Freiburg in der finalen Phase. Beide Projekte sind Teil der langfristigen Wachstumsstrategie des Unternehmens.
HMD als strategischer Rohstoff
„Diese Investition unterstreicht das starke Bekenntnis von BASF zur Chemieproduktion in Europa und unsere Entschlossenheit, das regionale Wachstum zu fördern. Sie ist ein weiteres Beispiel dafür, wie wir unsere ‚Winning Ways‘-Strategie in die Tat umsetzen, um langfristigen Wert für unser Unternehmen zu schaffen und unsere zukünftige Wettbewerbsfähigkeit in einem volatilen wirtschaftlichen Umfeld zu sichern“, erklärt Dr. Stephan Kothrade, Mitglied des Vorstands von BASF.
Die HMD-Anlage ist eng an die Versorgung mit dem Hauptrohstoff Adiponitril (ADN) gekoppelt und profitiert von der wirtschaftlichen und industriellen Plattform im Elsass. Zusätzlich zur Produktion betreibt BASF vor Ort ein modernes Forschungs- und Entwicklungslabor zur Weiterentwicklung von Polyamid-6.6-Produkten.
Fokus auf Versorgungssicherheit und Marktführerschaft
„Der erfolgreiche Abschluss dieses Investitionsprojekts ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu unserem Ziel, der führende Anbieter für HMD und der bevorzugte Partner für PA 6.6 in Europa zu sein“, sagt Dr. Ramkumar Dhruva, Leiter des Unternehmensbereichs Monomers bei BASF. „Mit der neuen HMD-Produktionsanlage in Chalampé und der Erweiterung der PA 6.6-Polymerisation in Freiburg sind wir bestens aufgestellt, um unsere Kunden zuverlässig mit hochwertigen Produkten zu versorgen.“
HMD ist ein zentraler Baustein für die Herstellung von PA 6.6-Polymeren und Beschichtungsrohstoffen, die insbesondere in der Automobilindustrie und in der Produktion technischer Fasern zum Einsatz kommen.