Die FTI-Initiative „Transformation der Industrie“ stellt 60 Millionen Euro bereit, um Unternehmen und Forschungseinrichtungen bei der Entwicklung klimaneutraler Technologien zu unterstützen. Der Klima- und Energiefonds schafft damit einen Rahmen, in dem Österreichs Industrie gezielt Schritte zur Netto-Null-Produktion setzen kann und neue technologische Ansätze vorbereitet werden.

Im Mittelpunkt stehen Projekte, die Demonstrationen im Realbetrieb ermöglichen, Kompetenzen stärken und moderne Forschungsinfrastruktur aufbauen. Das Innovationsnetzwerk NEFI bietet dafür bestehende Strukturen, um Projektideen gemeinsam zu entwickeln, Partner einzubinden und Einreichungen auf die Anforderungen der Initiative auszurichten.
Strategischer Rahmen der Transformation
Die FTI-Initiative verfolgt das Ziel, die klimaneutrale industrielle Produktion durch Forschungs- und Demonstrationsvorhaben, Qualifizierungsnetzwerke sowie den Aufbau hochwertiger F&E-Infrastruktur voranzutreiben und anhand realer Anwendungen sichtbar zu machen. Gleichzeitig soll die Wettbewerbsfähigkeit der produzierenden Industrie gesteigert werden, indem sie in internationale Wertschöpfungsketten eingebunden bleibt und ihre Position darin diversifiziert. Damit stärkt die Initiative die Resilienz des Industriestandorts gegenüber globalen Entwicklungen.
Die Transformation wird über drei zentrale Förderbereiche unterstützt: Forschungs- und Demonstrationsvorhaben zur Verbindung von wissenschaftlichen Erkenntnissen mit industrieller Praxis, Qualifizierungsnetzwerke zur Kompetenzentwicklung sowie Investitionen in hochwertige F&E-Infrastruktur. Diese Struktur erleichtert den Transfer von Technologien und ermöglicht es, Lösungen mit einem hohen Umsetzungsgrad zu entwickeln.
NEFI als Partner für Transformationsvorhaben
NEFI begleitet Unternehmen bei der Antragstellung und koordiniert die Zusammenarbeit zwischen Industrie, Forschung und Technologieanbietenden. Das Netzwerk unterstützt die Entwicklung konsortialer Projektideen und sorgt dafür, dass die Transformation industrieller Prozesse praxisnah gestaltet wird. Es fungiert als Servicepartner, der technologische Expertise und industrielle Anforderungen zusammenführt.
Thomas Kienberger hebt hervor, dass im NEFI-Innovationslabor bereits erste Projektideen in Bereichen wie Elektrifizierung, Energieeffizienz, Flexibilisierung, CO₂-neutrale Gase, Wasserstoff, Carbon Capture & Storage, Kreislaufwirtschaft und industrieller Symbiose entstanden sind. Die aktuelle Förderung eröffnet nun die Möglichkeit, diese Themen in größeren Demonstrationsprojekten umzusetzen. Bernhard Gahleitner verweist darauf, dass Betriebe seit Jahren im NEFI-Verbund von Expertise und Vernetzung profitieren und die Transformation durch die neue Ausschreibung weiter vertieft wird.
Thematische Schwerpunkte und Einreichmodalitäten für Transformationsprojekte
Die Ausschreibung richtet sich an produzierende Unternehmen, Energieversorgungsunternehmen, Zulieferbetriebe, Technologieanbietende sowie Forschungseinrichtungen und Universitäten. Thematisch deckt sie Elektrifizierung, Energieeffizienz, erneuerbare Energien, Energiespeicherung, Wasserstoff sowie CO₂-Abscheidung, -Nutzung und -Speicherung ab. Zusätzlich stehen Kreislaufwirtschaft, industrielle Symbiose, Flexibilisierung sowie die Fertigungsvorbereitung und Erprobung von Netto-Null-Technologien im Fokus.
Einreichungen sind bis 29. April 2026 möglich und erfolgen über eCall. Für Leitprojekte, kombinierte Vorhaben sowie P&D-Anlagen ist ein verpflichtendes Beratungsgespräch mit der FFG oder der KPC vorgesehen. Eine Abstimmung mit den Innovation Hubs von NEFI wird empfohlen. Ein Webinar vom 28. Oktober 2025 steht zur Nachschau zur Verfügung und erläutert die Anforderungen der Initiative im Detail.