• Zum Inhalt springen
  • Skip to secondary menu
  • Zur Seitenspalte springen

Die Chemie Zeitschrift Österreichs

Das unabhängige Traditionsmagazin

  • Das Magazin
    • Über die Österreichische Chemie Zeitschrift
    • 120 Jahre
    • Abonnement
    • Mediadaten
    • Online-Archiv
  • Resorts
    • Forschung
    • Foto Freitag
    • Messe
    • Publikation
    • Personalia
    • Bildung
  • Messekalender
  • Chemie-Lexikon
  • Links
    • L&B
    • labor
    • Kunststoff
  • Welkin Media Verlag
Aktuelle Seite: Start / News / Österreichs größtes grünes Wasserstoffprojekt geht an den Start

Österreichs größtes grünes Wasserstoffprojekt geht an den Start

8. Januar 2026 von Birgit Fischer

Die OMV treibt den Ausbau von grünem Wasserstoff in Österreich mit einem großskaligen Industrieprojekt voran. Für den Bau einer 140-MW-Anlage in Bruck an der Leitha haben OMV und die Austria Wirtschaftsservice GmbH einen Fördervertrag abgeschlossen, der eine Produktionsförderung von bis zu EUR 123 Millionen vorsieht. Das Vorhaben wurde zuvor von der European Hydrogen Bank positiv bewertet und zur Förderung empfohlen.

OMV baut in Bruck an der Leitha eine 140 MW Anlage mit einer jährlichen Kapazität von bis zu 23.000 Tonnen grünem Wasserstoff ab Ende 2027. | Bild: OMV
OMV baut in Bruck an der Leitha eine 140 MW Anlage mit einer jährlichen Kapazität von bis zu 23.000 Tonnen grünem Wasserstoff ab Ende 2027. | Bild: OMV

Ab Ende 2027 soll die Anlage grünen Wasserstoff aus erneuerbarer Energie erzeugen und in industrielle Prozesse integriert werden. Mit einer geplanten Jahreskapazität von bis zu 23.000 Tonnen und einer direkten Pipelineanbindung an die Raffinerie Schwechat leistet das Vorhaben einen entscheidenden Beitrag zur österreichischen Wasserstoffstrategie sowie zur OMV Strategie 2030.

Großanlage für grünen Wasserstoff in Bruck an der Leitha

Die geplante Anlage in Bruck an der Leitha ist mit einer Elektrolyseleistung von 140 MW ausgelegt und soll damit zu den fünf größten Anlagen für grünen Wasserstoff in Europa zählen. OMV investiert für das Projekt einen mittleren dreistelligen Millionenbetrag. Die Inbetriebnahme ist für Ende 2027 vorgesehen, womit der Standort Niederösterreich eine zentrale Rolle im industriellen Ausbau von Wasserstoff einnimmt.

Produziert werden soll grüner Wasserstoff ausschließlich auf Basis erneuerbarer Energie. Zum Einsatz kommen Strom aus Wind- und Solarenergie sowie aus Wasserkraft. Die geplante Jahresproduktion von bis zu 23.000 Tonnen Wasserstoff unterstreicht den industriellen Maßstab der Anlage und ihre Bedeutung für die langfristige Transformation energieintensiver Prozesse.

Direkte Anbindung an die Raffinerie Schwechat

Ein wesentliches Merkmal des Projekts ist die direkte infrastrukturelle Verbindung zur OMV Raffinerie Schwechat. Der in Bruck an der Leitha erzeugte Wasserstoff wird über eine rund 22 Kilometer lange Pipeline transportiert und unmittelbar in der Raffinerie eingesetzt. Dadurch wird eine kontinuierliche Versorgung ohne zusätzlichen Logistikaufwand ermöglicht.

Durch den Einsatz von grünem Wasserstoff sollen fossile Energieträger in bestehenden Raffinerieprozessen schrittweise ersetzt werden. Laut Projektplanung kann dies zu einer Einsparung von bis zu 150.000 Tonnen CO₂ pro Jahr führen. Der lokale Produktionsansatz leistet damit einen maßgeblichen Beitrag zur Dekarbonisierung des Standorts Schwechat.

Förderentscheidung auf Basis europäischer Prüfung

Die Produktionsförderung von bis zu EUR 123 Millionen wurde zwischen OMV und der Austria Wirtschaftsservice GmbH vertraglich vereinbart. Grundlage dafür war eine positive Bewertung durch die European Hydrogen Bank, die das Projekt geprüft und für eine Förderung empfohlen hat. Die Unterstützung durch die Republik Österreich schafft damit verlässliche wirtschaftliche Rahmenbedingungen für den Betrieb der Anlage.

Mit der Förderung wird die strategische Bedeutung von Wasserstoff für die zukünftige Energieversorgung und industrielle Wertschöpfung unterstrichen. Das Projekt ist als Vorzeigevorhaben positioniert und zeigt, wie großskalige Wasserstoffproduktion in bestehende industrielle Strukturen integriert werden kann.

Strategische Bedeutung für OMV und den Standort Österreich

Für OMV ist das Projekt ein zentraler Bestandteil der langfristigen Unternehmensstrategie. Alfred Stern, Vorstandsvorsitzender und CEO von OMV, betont die Signalwirkung der positiven Bewertung durch die Europäische Wasserstoffbank sowie der daraus resultierenden Förderung. Diese bestätige sowohl die technologische Ausrichtung des Projekts als auch die Rolle Österreichs im europäischen Energiewandel.

Alfred Stern, Vorstandsvorsitzender und CEO von OMV. | Foto: OMV
Foto: OMV

„Die positive Bewertung durch die Europäische Wasserstoffbank und die daraus resultierende Förderung der Republik Österreich unserer Anlage für grünen Wasserstoff ist ein starkes Signal für die Zukunft der nachhaltigen Energieversorgung und für den Standort Österreich. Mit unserem Projekt setzen wir einen Meilenstein für die Energiewende in Europa und zeigen, wie OMV Innovation und Verantwortung vereint.“

Alfred Stern, Vorstandsvorsitzender und CEO von OMV

Das Vorhaben verdeutlicht den Anspruch von OMV, Innovation und Verantwortung zu verbinden und den Übergang zu nachhaltigen Energieformen aktiv mitzugestalten. Gleichzeitig stärkt das Projekt den Industriestandort Österreich und positioniert ihn im internationalen Wettbewerb um zukunftsweisende Wasserstofftechnologien.

Geplantes Joint Venture für Umsetzung und Betrieb

Die Umsetzung des Projekts soll über ein Joint Venture erfolgen. Dazu haben OMV und Masdar, ein weltweit tätiges Unternehmen im Bereich sauberer Energie, im November 2025 eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnet. Das gemeinsame Unternehmen ist für die Finanzierung, die Errichtung und den späteren Betrieb der 140-MW-Elektrolyseanlage vorgesehen.

Der Abschluss des Joint Ventures wird für Anfang 2026 erwartet. Er steht unter dem Vorbehalt der finalen Vertragsunterlagen, der Zustimmung der Anteilseigner sowie der erforderlichen behördlichen Genehmigungen. Mit der Partnerschaft sollen die organisatorischen und finanziellen Voraussetzungen für die langfristige Umsetzung des Wasserstoffprojekts in Bruck an der Leitha geschaffen werden.

Kategorie: Companies, News Stichworte: AWS, Dekarbonisierung, Förderung, OMV, Wasserstoff

Seitenspalte

Messekalender

  • all about automation Berlin

    Die all about automation Berlin 2026 feiert am 28. und 29. Januar ihre Premiere in der STATION-Berlin. Als Fachmesse für Industrieautomation, […]

  • LOGISTICS & AUTOMATION Bern

    Die LOGISTICS & AUTOMATION Bern 2026 ist die größte Fachmesse für Intralogistik und Materialfluss in der Schweiz. Sie präsentiert modernste […]

  • EMPACK Bern

    Die EMPACK Bern 2026 ist der einzigartige Treffpunkt der Verpackungsindustrie in der Schweiz und bildet den gesamten Verpackungsprozess entlang der […]

  • LOPEC Kongress

    Der LOPEC Kongress 2026 findet vom 24. bis 26. Februar 2026 im Messezentrum München statt und gilt als weltweit bedeutendste Kommunikationsplattform […]

  • LOPEC

    Die LOPEC 2026 findet vom 25. bis 26. Februar 2026 in der Messe München statt und gilt als führende internationale Fachmesse mit begleitendem […]

Die aktuelle Chemie

Newsletter

  • Newsletter Anmeldung
  • Unser Newsletter-Archiv

Welkin Media News

Aktuelle Nachrichten aus unseren anderen Online-Portalen Lebensmittel-&Biotechnologie und Österreichische Kunststoffzeitschrift.

  • Markus Büngers übernimmt CEO-Position bei HASCO
    am 16. Januar 2026 von Birgit Fischer (Österreichische Kunststoffzeitschrift)

    Markus Büngers hat zum 01. Januar 2026 die Position des CEO der HASCO Hasenclever GmbH + Co. KG übernommen. Nach einer Übergangsphase unter Thomas Karazmann setzt das Unternehmen auf interne Nachfolge, strategische Kontinuität und langfristige […]

  • GEA realisiert offene Pilotinfrastruktur für Fermentation
    am 16. Januar 2026 von Birgit Fischer (Lebensmittel- & Biotechnologie)

    GEA realisiert für die Biotechnology Fermentation Factory am NIZO Food Innovation Campus in Ede eine offene Pilotinfrastruktur für Fermentation in Lebensmittelqualität. Die Anlage ermöglicht die Validierung und Skalierung präzisions- und […]

  • Ganzheitliche Prozesslösungen für die Kunststoffverarbeitung
    am 15. Januar 2026 von Birgit Fischer (Österreichische Kunststoffzeitschrift)

    Auf der PlastIndia 2026 präsentiert Coperion ganzheitliche Prozesslösungen für Compoundieren, Recycling und Polyolefine. Gezeigt werden Einzelkomponenten und Gesamtanlagen aus einer Hand, die auf effizienten Betrieb, hohe Zuverlässigkeit, […]

  • Sprühbares Polymer eröffnet neuen Pflanzenschutz
    am 15. Januar 2026 von Birgit Fischer (Lebensmittel- & Biotechnologie)

    Forschende der University of California San Diego haben ein sprühbares Polymer entwickelt, das neue Ansätze im Pflanzenschutz eröffnet. Die Beschichtung schützt Nutzpflanzen vor bakteriellen Infektionen, bleibt gasdurchlässig und erhöht ihre […]

  • Selectnutrition wird Teil von TER Chemicals
    am 14. Januar 2026 von Birgit Fischer (Lebensmittel- & Biotechnologie)

    Selectnutrition wird Teil von TER Chemicals. Mit der Übernahme stärkt TER Chemicals seine Position im Food-&-Nutrition-Segment in der Schweiz und im gesamten DACH-Raum und richtet das Geschäft langfristig auf Wachstum aus. Der Beitrag […]

  • Volker Nilles verstärkt ARBURG-Geschäftsführung
    am 14. Januar 2026 von Birgit Fischer (Österreichische Kunststoffzeitschrift)

    Volker Nilles hat am 12. Januar 2026 den Vorsitz der Geschäftsführung von ARBURG übernommen und die sechsköpfige Führungsspitze des Maschinenbauers ergänzt. The post Volker Nilles verstärkt ARBURG-Geschäftsführung appeared first on […]

  • Ultramid®-Polyamid besteht Langzeitanforderungen der E-Mobilität
    am 13. Januar 2026 von Birgit Fischer (Österreichische Kunststoffzeitschrift)

    Die glasfaserverstärkte, halogenarme Ultramid®-Type von BASF wird für Anwendungen der E-Mobilität unter Hydrolysebedingungen in Wasser-Glykol geprüft. Mithilfe von Arrhenius-Analysen lassen sich die Materialeigenschaften auf Einsatzzeiten von […]

  • Lignin als Ausgangsstoff für bioaktive Moleküle
    am 13. Januar 2026 von Birgit Fischer (Lebensmittel- & Biotechnologie)

    Lignin wird an der Universität Graz als Ausgangsstoff für bioaktive Moleküle genutzt. Chemische Verfahren auf Basis von Holzresten ermöglichen kürzere Synthesewege, geringeren Energieeinsatz und reduzierte Abfallmengen. Der Beitrag Lignin als […]

  • Neue Recyclingpfade für leistungsfähige Geokunststoffe
    am 12. Januar 2026 von Birgit Fischer (Österreichische Kunststoffzeitschrift)

    Im Projekt Zirk-Tex des Fraunhofer CCPE entstehen neue Ansätze zur Herstellung von Geokunststoffen und Dachbahnen aus bislang ungenutzten Kunststoffabfällen entlang der gesamten Wertschöpfungskette. The post Neue Recyclingpfade für […]

  • Bioraffineriekonzept erzeugt Flugzeugtreibstoff aus Tomatenresten
    am 12. Januar 2026 von Birgit Fischer (Lebensmittel- & Biotechnologie)

    Ein EU-Forschungsprojekt unter Leitung der TU Graz entwickelt ein integriertes Bioraffineriekonzept, das Restbiomasse aus der Tomatenproduktion vollständig verwertet und daraus nachhaltigen Flugzeugtreibstoff sowie Dünger, Tierfutter und Speiseöl […]

Schlagwörter

Aktuelle Nachrichten über BASF analytica Analytik Analytik Jena Anlagenbau Automation Automatisierung Awards B&R BASF Borealis BR CEM CO2 Danfoss Digitalisierung Endress+Hauser Evonik FCIO Festo Finance Forschung Foto Freitag FotoFreitag Hardware Industrie 4.0 Jubiläum KI Kreislaufwirtschaft Labortechnik LANXESS Lenzing Logistik Messe München Nachhaltigkeit OMV Personalia Publikation Pumpen Recycling Robotik Shimadzu Software Wasserstoff Webinar

Kategorien

Copyright © 2026 · WelkinMedia Fachverlag