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VolkswagenStiftung fördert Kreislaufwirtschaft mit 7,8 Mio. Euro

29. Oktober 2024 von Birgit Fischer

Im Rahmen der Förderinitiative „Zirkularität mit recycelten und biogenen Rohstoffen“ unterstützt die VolkswagenStiftung sechs wegweisende Forschungsprojekte mit einer Gesamtfördersumme von 7,8 Millionen Euro. Die Projekte zielen darauf ab, nachhaltige Lösungen zur Schließung von Rohstoffkreisläufen zu entwickeln und Reststoffe sinnvoller einzusetzen.

Mit Kreislaufwirtschaft gegen Ressourcenknappheit: 7,8 Mio. Euro für nachhaltige Forschungsprojekte. | Bild: WMV / DALL-E
Mit Kreislaufwirtschaft gegen Ressourcenknappheit: 7,8 Mio. Euro für nachhaltige Forschungsprojekte. | Bild: WMV / DALL-E

Die Ausbeutung von Primärrohstoffen bringt die Erde an ihre Belastungsgrenze, während Treibhausgasemissionen, Biodiversitätsverlust und Wasserverbrauch steigen. Die Kreislaufwirtschaft bietet einen Ausweg, indem sie Abfälle als Rohstoffe wiederverwertet und Materialien wie Erdöl durch biobasierte Alternativen ersetzt. Mit der Initiative „Zirkularität mit recycelten und biogenen Rohstoffen“ fördert die VolkswagenStiftung praxisnahe Forschungsansätze zur Schließung von Stoffkreisläufen. Von 83 Anträgen wurden nach der ersten Begutachtung folgende sechs Projekte bewilligt.

LignoCide: Umweltschonender Pflanzenschutz auf Basis von Lignin

Mit dem Projekt „LignoCide: Funktionelle Lignin-basierte Sprühbeschichtung zur Prävention von Pflanzenkrankheiten“ erforscht die Freie Universität Berlin die Verwendung des Biopolymers Lignin zur Herstellung umweltfreundlicher Pflanzenschutzmittel. Geleitet von Dr. Sanjam Chandna, Prof. Dr. Stephan Block und Prof. Dr. Rainer Haag, entwickelt das Team eine nachhaltige Alternative zu chemischen Pestiziden. Mithilfe von Lignin-Reststoffen aus der Papierproduktion soll eine Sprühbeschichtung entstehen, die Pflanzen vor Mikroorganismen wie Bakterien und Pilzen schützt. Die VolkswagenStiftung fördert das Projekt mit 1,4 Millionen Euro, das in Zusammenarbeit mit dem Institut für Biologie der Freien Universität umgesetzt wird.

Sustainable Solutions for PFAS Removal: Effiziente Wasseraufbereitung

Ein weiteres gefördertes Projekt, „Sustainable Solutions for PFAS Removal: Biogene und zirkuläre Ansätze zur Entfernung von PFAS mit ligninbasierten Adsorbermaterialien“, widmet sich der umweltfreundlichen Entfernung von per- und polyfluorierten Alkylsubstanzen (PFAS) aus dem Wasser. Die Forschung wird von Prof. Dr. Rainer Haag (Freie Universität Berlin) und weiteren Partnern durchgeführt, darunter das Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung und die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM). Mithilfe von funktionalisierten Lignin-Adsorberperlen sollen PFAS effizient aus kontaminiertem Wasser entfernt werden. Gleichzeitig wird die Rezyklierbarkeit der Adsorber sichergestellt, sodass eine nachhaltige und kreislauffähige Lösung für die Wasseraufbereitung geschaffen wird. Die Stiftung stellt hierfür 1,39 Millionen Euro bereit.

ReProFilm: Biobasierte Mulchfolien für die Landwirtschaft

Im Projekt „ReProFilm: Repurposing Protein-Rich Waste Streams for Developing Sustainable Functionalized Protein-Based Films for Agricultural Applications“ geht es um die Umwandlung proteinreicher Abfallströme in funktionalisierte Mulchfolien für die Landwirtschaft. Diese Folien, die in Kooperation der Technischen Universität Hamburg und der University of Sheffield entwickelt werden, bestehen aus Abfällen wie Geflügelresten, Gärresten und Rapsschalen. Sie können Obst und Gemüse länger haltbar machen und den Boden vor Unkraut schützen, ohne nach Gebrauch entsorgt werden zu müssen. Das Projekt wird mit insgesamt 1,4 Millionen Euro gefördert und setzt auf Materialien, die sich im Boden von selbst zersetzen.

BioLoop: Recycling von Kunststofffolien durch mikrobielle Zersetzung

Das Projekt „BioLoop: Micro-biologically enhanced material cycle for closing PE and PE-PET multilayer plastic foil Loops“ fokussiert sich auf die Recyclingfähigkeit von PE- und PE-PET-Verpackungsfolien, die aktuell schwer abbaubar sind. Unter der Leitung von Prof. Dr. David Laner und Prof. Dr.-Ing. Hans-Peter Heim (Universität Kassel) werden Methoden entwickelt, um Polyethylen mit Enzymen in kleinere Molekülketten zu zerlegen und anschließend für hochwertige Produkte zu nutzen. Die VolkswagenStiftung fördert das Projekt mit rund 1,2 Millionen Euro und möchte damit neue Recyclingwege für Kunststoffe eröffnen.

Bio-PE Pom-Pom: Nachhaltige Polyethylen-Produktion für eine defossilisierte Zukunft

Das Projekt „Bio-PE Pom-Pom“ entwickelt eine bio-basierte, zirkuläre Produktionsmethode für Polyethylen (PE), das vielseitig im Automobilbau, der Medizintechnik, Möbelherstellung und Verpackung eingesetzt wird. Da PE traditionell aus fossilen Rohstoffen besteht, setzt das Projekt auf eine molekular maßgeschneiderte Variante, genannt Bio-PE Pom-Pom. Dieser Biokunststoff wird aus landwirtschaftlichen Abfällen gewonnen und über ein energieeffizientes Niederdruck-Polymerisationsverfahren hergestellt. So entsteht eine verzweigte Struktur, die als Basismaterial oder Additiv für PE-Recyclate verwendet werden kann und geschlossene Materialkreisläufe ermöglicht. Die Stiftung stellt hierfür rund 1,2 Millionen Euro bereit.

D3MAT: Kreislaufwirtschaft für High-Tech-Produkte durch nachhaltiges Design

Das Projekt „D3MAT“ verfolgt das Ziel, eine Produktdesign-Strategie zu entwickeln, die auf den Prinzipien der Kreislaufwirtschaft basiert. Mit einer flexiblen, computergestützten Methode, validiert durch eine adaptive Handorthese, soll „Design for Recycling“ umgesetzt werden. Die Orthese, die aus thermomechanisch recycelbaren Materialien besteht, ist auf eine reduzierte Materialvielfalt und Schnittstellen optimiert. Die Methode ist übertragbar auf Leichtbauindustrien wie Robotik, Automobilbau, Luft- und Raumfahrt sowie Sporttechnologie und ermöglicht damit eine zirkuläre Nutzung von High-Tech-Produkten. Die VolkswagenStiftung fördert das Projekt mit rund 1,2 Millionen Euro.

Kategorie: Forschung, News Stichworte: Förderung, Kreislaufwirtschaft, Rohstoffe, Volkswagenstiftung

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