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Fracking – Potential oder unterschätzte Gefahr?

29. Oktober 2015 von Gastbeitrag

Dipl.-Ing. Eugen Längauer
Dipl.-Ing. Eugen Längauer

Die Technologie des Frackings, die in den Medien seit Jahren breit, und leider auch nur emotional diskutiert wird, ist eigentlich schon mehr als 70 Jahre alt und wurde/wird noch immer auf der ganzen Welt eingesetzt. Primär ging es darum, die Förderung bestehender Lagerstätten zu verbessern bzw. zu gewährleisten. Und erst in den 1990’ern wurde angefangen, diese Technik zur Erschließung horizontaler Schiefergaslagerstätten zu nutzen, die ein größeres Gesamtvolumen als konventionelle Lagerstätten haben.

Die meisten heutzutage genutzten Fracking Flüssigkeiten sind wasserbasierend, da sie, im Gegensatz zu ölbasierenden Flüssigkeiten, sicherer, günstiger und leichter mit den auftretenden Lagerstättenparametern kombinierbar sind. Doch was beinhaltet solch eine Flüssigkeit nun, und warum der mediale Aufschrei? Diese Frage zu beantworten ist nicht so leicht, da nicht jedes Bohrloch gleich ist und auch jede Lagerstätte andere Eigenschaften bezüglich Temperatur, Druck und Permeabilität hat und die meisten Firmen ein Geheimnis um ihre verwendeten Flüssigkeiten machen.

Fakt ist, dass die heute verwendeten Fracking Flüssigkeiten zu 95-98% Wasser, ca. 1,8-4,5% Quarzsand und zu 0,2-0,5% aus bis zu 15 chemischen Additiven bestehen. Und genau diese 0,2-0,5% sind es, die die Methode so umstritten machen. Diese Additive können Tetramethylammoniumchlorid, Petroleumdestillate, Octylphenol und Biozide aus der Gruppe der Isothiazolinone enthalten und durch Mischung dieser kann ein hoch toxischer Cocktail entstehen. Die Konsequenzen sind die Lagerung der Abfallprodukte auf Sonderdeponien und, das ist der geologischen Struktur in den Vereinigten Staaten geschuldet, auch Verunreinigungen des Trinkwassers hervorrufen. Dies wäre in Europa durch die Geologie ausgeschlossen.

Aber es gäbe bereits eine Alternative, die durch ein Team der Montanuniversität Leoben, rund um Univ.Prof. Dipl.-Ing. Dr. Herbert Hofstätter, entwickelt wurde. Diese „Bio-Enhanced Energy-Recovery“ Methode basiert auf einem natürlichen Salz, Kaliumkarbonat, ist biologisch abbaubar und kompostierbar. Die ganzen chemischen Zusatzstoffe fielen weg. Da jedoch die Stimmung um das Thema Fracking so aufgeheizt ist, fehlt noch der politische Wille und die Aufklärung der Bevölkerung, um in einem Großflächenversuch die sehr erfreulichen Labordaten zu verifizieren. Die Fragen, die sich der geneigte Leser nun selbst stellen muss, sind:

Wollen wir auf den jetzigen Wohlstand innerhalb einiger weniger Jahre verzichten? Denn noch sind die sogenannten „alternativen Energien“ nicht ausgereift genug, um fossile Energiequellen zu 100% zu ersetzten. Oder wollen wir dem „Clean Fracking“ oder „Bio-Fracking“ Chancen einräumen? Diese Methode könnte sowohl bislang nicht-förderbare fossile Brennstoffe erschließen, als auch neue Wege in der Geothermie eröffnen, deren Potential bis jetzt noch nicht nutzbar waren. Die Technik ist nämlich auch für den besseren Zugang an definierte geologische Gesteinshorizonte für effiziente Geothermie verwendbar.

Die Antwort muss jeder Konsument bei sich selbst finden und aber dann auch danach handeln.

[alert-success]Dipl.-Ing. Eugen Längauer ist Absolvent des Studienfaches Petroleum Engineering der Montanuniversität Leoben, und war als mehrjähriger Unternehmensberater in mehreren internationalen Erdöl- und Erdgasgewinnungs Firmen als Performance Improvement Experte tätig. Sein Editorial finden Sie auch in der Ausgabe 05/2015.[/alert-success]

Kategorie: Editorial Stichworte: Bio-Fracking, editorial, Fracking, Geothermie, Öl Industrie

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