• Zum Inhalt springen
  • Skip to secondary menu
  • Zur Seitenspalte springen

Die Chemie Zeitschrift Österreichs

Das unabhängige Traditionsmagazin

  • Das Magazin
    • Über die Österreichische Chemie Zeitschrift
    • 120 Jahre
    • Abonnement
    • Mediadaten
    • Online-Archiv
  • Resorts
    • Forschung
    • Foto Freitag
    • Messe
    • Publikation
    • Personalia
    • Bildung
  • Messekalender
  • Chemie-Lexikon
  • Links
    • L&B
    • labor
    • Kunststoff
  • Welkin Media Verlag
Aktuelle Seite: Start / News / Messe / LOPEC 2017: Elektronik, gesund gedruckt

LOPEC 2017: Elektronik, gesund gedruckt

6. Dezember 2016 von Florian Fischer

Gedruckte Elektronik wurde in den letzten Jahren in vielen Bereichen zu einem Innovationstreiber. Nach Unterhaltungselektronik- und dem Automobilsektor rückt jetzt der Gesundheitsbereich immer mehr in den Fokus der Entwicklungen. Gedruckte Elektronikkomponenten für den Medizin- und Pharmamarkt bilden daher einen Schwerpunkt der kommenden LOPEC 2017 (28. bis 30. März 2017).

Die internationale Fachmesse und der Kongress für gedruckte Elektronik finden vom 28. bis 30. März 2017 auf dem Gelände der Messe München statt.

Über Vorteile gedruckter Elektronik und den wachsenden Gesundheitsmarkt hat uns die Messe München eine Interview mit Dr. Ton van Mol, Technical Chair des LOPEC Kongresses und Geschäftsführer des Holst Centre im niederländischen Eindhoven zur Verfügung gestellt.

Herr Dr. van Mol, die LOPEC 2017 rückt den Healthcare-Bereich in den Fokus. Was erwartet die Besucher?

Health Patch vom Holst Centre Mit gedruckter Elektronik können Sensoren in Pflaster, Bandagen oder Kleidungsstücke integriert werden. | Foto: Messe München
Health Patch vom Holst Centre Mit gedruckter Elektronik können Sensoren in Pflaster, Bandagen oder Kleidungsstücke integriert werden. | Foto: Messe München

Wir werden auf dem LOPEC Kongress mehrere Vorträge zur gedruckten Elektronik im Gesundheitsbereich anbieten, zum Beispiel Sessions zu biomedizinischen Anwendungen, zu Wearables, also zu tragbarer Elektronik, und zu dehnbaren elektronischen Systemen – das alles hängt eng zusammen. Professor Matti Mäntysalo von der Universität im finnischen Tampere wird beispielsweise eine Bandage vorstellen, die Herzströme misst und die Werte ans Handy überträgt. Die Elektroden werden dafür auf das dehnbare Bandagenmaterial gedruckt. Auch der Pharmakonzern Johnson & Johnson ist auf dem LOPEC Kongress mit einem Vortrag vertreten, und das Chemieunternehmen DuPont, das im Medizinbereich sehr aktiv ist, organisiert eine Session zu diesem Themenkomplex. Natürlich werden auf der Fachmesse selbst ebenfalls viele Neuheiten für den Healthcare-Sektor zu sehen sein.

Unser Gesundheitssystem steht im Zuge der demografischen Entwicklung vor großen Herausforderungen. Wie kann die gedruckte Elektronik zur Problemlösung beitragen?

Eine Idee ist, gedruckte Elektronik für das Gesundheitsmonitoring von Patienten in ihren eigenen vier Wänden zu nutzen. Das Ziel lautet, Probleme rechtzeitig zu erkennen, damit immer weniger Leute auf eine Behandlung im Krankenhaus angewiesen sind. Das Monitoring von Vitalfunktionen gelingt hier am einfachsten über Sensoren, die direkt und ständig auf der Haut getragen werden, integriert in eine Art Patch, in Bandagen oder Kleidungsstücke. Für den optimalen Hautkontakt brauchen wir stretchfähige Elektronikkomponenten, denn Menschen bewegen sich und dehnen die Haut dabei. Hier bietet die gedruckte Elektronik einen klaren Vorteil, denn sie behält ihre elektronischen Eigenschaften auch bei Dehnung und kann direkt auf flexible Folien oder Textilien aufgebracht werden.

Wann kommen solche Monitoringsysteme auf den Markt?

Das Holst Centre wird auf der LOPEC 2017 gedruckte Sensoren und sogenannte Health Patches vorstellen, die Körperfunktionen über solche Sensoren messen. Einige dieser Sensorsysteme dürften nächstes Jahr marktreif sein. Gedruckte Spannungssensoren sollen zum Beispiel zur Überwachung von Patienten mit Schlafapnoe eingesetzt werden. Auch EKG-Patches zur Messung der Herzaktivität werden bald verfügbar sein.

Welche gedruckten Elektronikbauteile werden in der Medizin schon angewendet?

Schnelltests mit gedruckten Elektroden, etwa zur Messung von Blutzucker, sind schon lange auf dem Markt und werden milliardenfach gedruckt. Seit einigen Jahren gibt es auch smarte Arzneiverpackungen, die vor allem bei chronisch kranken Patienten die regelmäßige Einnahme von Medikamenten kontrollieren. Auf die Blisterverpackungen sind kleine Schaltkreise gedruckt, die unterbrochen werden, wenn der Patient seine Pille entnimmt. Über ein Funksignal lässt sich das verfolgen.

Gibt es auch gedruckte Elektronikkomponenten, die im Innern des menschlichen Körpers eingesetzt werden sollen?

Das Potenzial sehen wir natürlich. Ein Beispiel wäre die Steuerung von implantierten Kathedern über piezoelektrische Polymere. Das sind Kunststoffe, die sich bei Anlegen einer elektrischen Spannung verformen oder umgekehrt eine elektrische Spannung erzeugen, wenn sie deformiert werden. Der Vorteil der Drucktechniken ist, dass sich damit sehr dünne, flexible Komponenten herstellen lassen. Produkte für den Einsatz im Körper kommen sicher, aber zunächst wird sich die gedruckte Elektronik in äußeren Anwendungen etablieren.

Flexible Elektronik Dabei gehen die elektronischen Eigenschaften auch bei Dehnung nicht verloren. | Foto: Messe München
Flexible Elektronik Dabei gehen die elektronischen Eigenschaften auch bei Dehnung nicht verloren. | Foto: Messe München

Selbst gute Ideen scheitern oft am Sprung aus dem Labor in die breite Anwendung. Welchen Beitrag leistet die LOPEC, um diesen Transfer zu erleichtern?

Die LOPEC bietet den idealen Rahmen, um die Industrie für gedruckte Elektronik mit den Anwenderbranchen zu verlinken. Viele Unternehmen setzen noch auf traditionelle Elektronik und sind sich der Möglichkeiten gar nicht bewusst, die gedruckte, flexible Komponenten bieten. Das trifft nicht nur auf den Gesundheitssektor zu, sondern zum Beispiel auch auf die Automobilindustrie, die Verpackungs- und Energiebranche oder die Unterhaltungselektronik. Auf der LOPEC Fachmesse und dem Kongress können sich die Anwenderindustrien bestens informieren.

Welche Innovation aus der gedruckten Elektronik treibt den Healthcare-Bereich besonders an?

Da gibt es viele. Entscheidend war sicher die Entwicklung von elektrisch leitfähigen und zugleich dehnbaren Materialien. Denn wie gesagt: Für Anwendungen auf der Haut brauchen wir eine stretchfähige Elektronik, die Bewegungen mitmacht und gleichzeitig verlässliche Daten liefert. Flexible Elektronik ist übrigens nicht ausschließlich organische Elektronik. Es gibt mittlerweile auch Komponenten aus Nanosilber, die bis zu einem gewissen Grad dehnbar sind. Silber ist wegen seiner antimikrobiellen Eigenschaften für einige Anwendungen sogar von Vorteil. Für andere wiederum sucht man nach Alternativen. Gedruckte Elektroden auf Basis des elektrisch leitfähigen Kunststoffs PEDOT etwa sollen bestimmte Silberelektroden ersetzen. Die LOPEC wird ausführlich über Materialneuheiten und ebenso über neue Drucktechniken wie den 3D-Druck informieren, und zwar sowohl an den Ständen der Aussteller als auch auf wissenschaftlichem Niveau im Rahmen des LOPEC Kongresses.

Was erwarten Sie von der LOPEC 2017?

Die LOPEC wird dazu beitragen, dass die gedruckte Elektronik immer mehr industrielle Anwender findet, dass immer mehr Produkte aus allen möglichen Bereichen gedruckte Elektronikkomponenten enthalten. In der Photovoltaik und in anderen Branchen sehen wir, dass die Kommerzialisierung der gedruckten Elektronik stetig voranschreitet. Der Healthcare-Sektor wird folgen. In den vergangenen Jahren hat die LOPEC vielen Branchen wichtige Anstöße gegeben und ich bin sicher, dass auch 2017 ein Schub von ihr ausgehen wird.

Kategorie: Messe Stichworte: Gedruckte Elektronik, Interview, LOPEC, Medizin, Messe München, Pharma

Seitenspalte

Messekalender

  • all about automation Berlin

    Die all about automation Berlin 2026 feiert am 28. und 29. Januar ihre Premiere in der STATION-Berlin. Als Fachmesse für Industrieautomation, […]

  • LOGISTICS & AUTOMATION Bern

    Die LOGISTICS & AUTOMATION Bern 2026 ist die größte Fachmesse für Intralogistik und Materialfluss in der Schweiz. Sie präsentiert modernste […]

  • EMPACK Bern

    Die EMPACK Bern 2026 ist der einzigartige Treffpunkt der Verpackungsindustrie in der Schweiz und bildet den gesamten Verpackungsprozess entlang der […]

  • LOPEC Kongress

    Der LOPEC Kongress 2026 findet vom 24. bis 26. Februar 2026 im Messezentrum München statt und gilt als weltweit bedeutendste Kommunikationsplattform […]

  • LOPEC

    Die LOPEC 2026 findet vom 25. bis 26. Februar 2026 in der Messe München statt und gilt als führende internationale Fachmesse mit begleitendem […]

Die aktuelle Chemie

Newsletter

  • Newsletter Anmeldung
  • Unser Newsletter-Archiv

Welkin Media News

Aktuelle Nachrichten aus unseren anderen Online-Portalen Lebensmittel-&Biotechnologie und Österreichische Kunststoffzeitschrift.

  • CEM bietet 2026 ein breit gefächertes Online-Seminar Portfolio
    am 12. Dezember 2025 von Birgit Fischer (Lebensmittel- & Biotechnologie)

    Das Online-Seminar Portfolio von CEM für 2026 umfasst vielfältige Technologien aus Analytik, Synthese und Probenbearbeitung und zeigt praxisnahe Anwendungen für Labor, Forschung und Lebensmittel-Biotechnologie. Der Beitrag CEM bietet 2026 ein […]

  • Neue Ära für Digitalisierung und Kollaboration im Werkzeugbau
    am 12. Dezember 2025 von Birgit Fischer (Österreichische Kunststoffzeitschrift)

    Das Symposium in Deggendorf und das neu eröffnete IWFM der TH Deggendorf setzten deutliche Impulse für Digitalisierung, Standardisierung und Kollaboration im Werkzeugbau. The post Neue Ära für Digitalisierung und Kollaboration im Werkzeugbau […]

  • L XHP Hochdruck-Schraubenverdichter für Industrieprozesse
    am 11. Dezember 2025 von Birgit Fischer (Lebensmittel- & Biotechnologie)

    Der Schraubenverdichter GEA Grasso L XHP verbindet ein optimiertes Design mit hoher Robustheit und eignet sich damit besonders für NH₃-Wärmepumpen und Hochdruck-Gasanwendungen. Die erweiterten Betriebsparameter ermöglichen vielseitige […]

  • Effiziente Trocknung mit Infrarot-Drehrohrtechnologie
    am 11. Dezember 2025 von Birgit Fischer (Österreichische Kunststoffzeitschrift)

    B.IRD Machinery stellte auf der K Messe 2025 seine Infrarot-Drehrohrtechnologie vor, die Kunststoffe schneller, energieeffizient und materialschonend trocknet und dadurch neue Maßstäbe für stabile und effiziente Verarbeitungsprozesse setzt. The […]

  • Systemtechnik für nachhaltige Effizienz in der Kunststoffproduktion
    am 10. Dezember 2025 von Birgit Fischer (Österreichische Kunststoffzeitschrift)

    Auf der K 2025 zeigte ONI, wie vernetzte Systemtechnik nachhaltige Effizienz in der Kunststoffproduktion ermöglicht. Durch die Verbindung von Maschinen-, Material- und Temperierlösungen entstehen integrierte Prozesse für Qualität und […]

  • Thomas Otto beendet seine Geschäftsführertätigkeit bei Vetter
    am 10. Dezember 2025 von Birgit Fischer (Lebensmittel- & Biotechnologie)

    Thomas Otto beendet nach über 35 Jahren seine Geschäftsführertätigkeit bei Vetter. Der Übergang erfolgt strategisch geplant, während Otto das Unternehmen weiterhin beratend unterstützt. Der Beitrag Thomas Otto beendet seine […]

  • Niederösterreich stärkt Zukunft der Bahntechnologie
    am 9. Dezember 2025 von Birgit Fischer (Österreichische Kunststoffzeitschrift)

    Mit einer klaren Schwerpunktsetzung auf Bahntechnologie positioniert sich Niederösterreich strategisch als zentrale Drehscheibe für Mobilität und Infrastruktur der kommenden Jahre. The post Niederösterreich stärkt Zukunft der Bahntechnologie […]

  • Präzise Füllstandsmessung als Grundlage für zuverlässige Prozesse
    am 9. Dezember 2025 von Birgit Fischer (Lebensmittel- & Biotechnologie)

    Dieser Fachartikel von Minebea Intec zeigt, wie gravimetrische Lösungen die Füllstandsmessung in anspruchsvollen Anwendungen präziser und prozesssicherer machen. Der Beitrag Präzise Füllstandsmessung als Grundlage für zuverlässige Prozesse […]

  • GEA AWP launcht ValveCalc 9.0
    am 5. Dezember 2025 von Birgit Fischer (Lebensmittel- & Biotechnologie)

    ValveCalc 9.0 erweitert das Auslegungsprogramm von GEA AWP um neue Module, aktualisierte Normen, moderne Bedienfunktionen und eine Cloudlösung. Die Version bietet zusätzliche Vergleichsmöglichkeiten und erleichtert die Projektübersicht. Der […]

  • Clearmelt-Competence-Center optimiert PUR-Prozesse
    am 5. Dezember 2025 von Birgit Fischer (Österreichische Kunststoffzeitschrift)

    ENGEL unterstützt anspruchsvolle PUR-Projekte mit dem neuen clearmelt-Competence-Center, das Prozessketten verkürzt, Effizienz steigert und Logistikaufwände reduziert. The post Clearmelt-Competence-Center optimiert PUR-Prozesse appeared first on […]

Schlagwörter

Aktuelle Nachrichten über BASF analytica Analytik Analytik Jena Anlagenbau Automation Automatisierung Awards B&R BASF Borealis BR CEM CO2 Danfoss Digitalisierung Endress+Hauser Evonik FCIO Festo Finance Forschung Foto Freitag FotoFreitag Hardware Industrie 4.0 Jubiläum KI Kreislaufwirtschaft Labortechnik LANXESS Lenzing Logistik Messe München Nachhaltigkeit OMV Personalia Publikation Pumpen Recycling Robotik Shimadzu Software Wasserstoff Webinar

Kategorien

Copyright © 2025 · WelkinMedia Fachverlag