• Zum Inhalt springen
  • Skip to secondary menu
  • Zur Seitenspalte springen

Die Chemie Zeitschrift Österreichs

Das unabhängige Traditionsmagazin

  • Das Magazin
    • Über die Österreichische Chemie Zeitschrift
    • 120 Jahre
    • Abonnement
    • Mediadaten
    • Online-Archiv
  • Resorts
    • Forschung
    • Foto Freitag
    • Messe
    • Publikation
    • Personalia
    • Bildung
  • Messekalender
  • Chemie-Lexikon
  • Links
    • L&B
    • labor
    • Kunststoff
  • Welkin Media Verlag
Aktuelle Seite: Start / News / Premiere: Connectathon Energy 2019

Premiere: Connectathon Energy 2019

21. Februar 2019 von Florian Fischer

Das erste Connectathon Energy Testlabor Österreichs öffnete am 28. Jänner 2019 in der ENERGYbase der FH Technikum Wien seine Türen.

„Im Rahmen des dreijährigen Forschungsprojekts ‚Integrating the Energy System‘ war es möglich einen Interoperabilitätsprozess zu entwickeln, der eine ganzheitliche Methodik zur normierten Anwendung von Standards für das Energiesystem möglich macht. Wir haben hier ein internationales Vorzeigeprojekt geschaffen“, erklärt Stefan Sauermann, Key Researcher Interoperability and Standards an der FH Technikum Wien, stolz.

Neue Anforderungen an die Energienetze und den Energiemarkt machen es notwendig, dass Daten einfach, sicher und kostengünstig zwischen unterschiedlichen Systemen ausgetauscht werden können. Österreich ist mit dem Forschungsprojekt IES Austria und dem Connectathon Testlabor an der FH Technikum Wien ein internationaler Vorreiter in Sachen Interoperabilität bei IKT-Systemen.

Connectathon Testlabor an der FH Technikum Wien zeigt wie es funktioniert

Im Testlabor an der FH Technikum Wien wurde eine Open-Source-Testplattform für den Nachweis der Interoperabilität von Smart-Grids-Komponenten zur Verfügung gestellt.

„An unseren Tests im Rahmen des Connectathon Energy 2019 nahmen namhafte Hard- und Softwareentwickler teil und ließen ihre Tests tagelang laufen. Das Ziel der Testumgebung war es, in der Prototypen-Phase neue innovative Infrastruktur auf ihre Interoperabilität zu testen“, erklärt Karl Knöbl, Projektleiter des Smart Hybrid Energy Lab der FH Technikum Wien.

(v.ln.r.: Stefan Sauermann, Key Researcher Interoperability and Standards FH Technikum Wien), Angela Berger (Managing Director Technologieplattform Smart Grids Austria), Fritz Schmöllebeck (Rektor FH Technikum Wien). | Foto:
FH Technikum Wien/APA-Fotoservice/Rastegar

„Besonderes Merkmal dieses neuen Prozesses ist die Möglichkeit für Firmen, bereits in der frühen Geräteentwicklungsphase die Interoperabilität durch Tests sicherstellen zu können. Eine Behebung auftretender Fehler ist an Prototypen deutlich einfacher und billiger, als in der späten Phase der System- oder Projektintegration im Energiesystem“, erklärt Knöbl weiter.

Digitale Integration des Energiesystems mit Open Source Softwaretool gelungen

Der Connectathon Energy ermöglichte es, den Herstellern ihre Produkte in einer strukturierten Testumgebung auf Interoperabilität zu testen. An der FH Technikum Wien kamen die Teilnehmer einerseits aus dem Forschungsbereich, die mit Softwareprototypen oder reinen Kommunikationsgateways getestet haben. Andererseits aus Firmen, die ihre realen Energieerzeugungsanlagen über spezielle Kommunikationsrechner mit dem Testfloor verbunden haben. Zur schnellen Analyse der Kommunikationsvorgänge wurde das „Open Source“ Softwaretool „Wireshark“ von Karl Knöbl um sehr spezifische Anteile erweitert. Diese Weiterentwicklungen wurden nach umfangreicher Evaluierung öffentlich zugänglich gemacht. Um die Interoperabilität der Softwaresysteme zu testen, mussten die Hersteller mit unterschiedlichen Testpartnern wiederholt die definierten Anwendungsfälle durchspielen. Bei diesen Softwaretests kam das Open Source Test Bed „Gazelle“ zum Einsatz.

„Dieses System wird bei IHE-Connectathons eingesetzt, um die Interoperabilität von Systemen im Medizinwesen sicherzustellen. Adaptionen dieser Software ermöglichen den Einsatz im Energiewesen, um den Datenverkehr zwischen Energieakteuren aufzuzeichnen, zu validieren sowie Testfälle zu dokumentieren“, erklärt Matthias Frohner, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der FH Technikum Wien.

Die Fachhochschule Technikum Wien hat hierzu eine eigene „Gazelle Instanz“ installiert. Diese wird aus inhaltlicher Sicht von Matthias Frohner und Richard Pasteka, beide von der Fakultät Life Science Engineering, betreut.

Smart Hybrid Energy Lab schaffte eine reale Testumgebung

Im Smart Hybrid Energy Lab, einem Smart Grids Lehrlabor, gelang die Übertragung von realen Messwerten und Daten. Das Labor ist ausgestattet mit vier Haushalten mit Smart Meter und einer Photovoltaikanlage. Im elektrischen Ortsnetz des Labors kommen noch ein stellbarer Ortsnetztransformator, Speicher und eine Ladestation von Elektroautos hinzu.

„Im Testverlauf wurde beispielsweise die Leistung einer Photovoltaikanlage auf dem Dach der ENERGYbase eingelesen. In einer studentischen Übung wurde diese Anlage mit Messtechnik ausgestattet und für die Einbindung in die Tests aufbereitet“, weiß Knöbl.

Interoperabilität als wichtiger Baustein für die Erneuerung der Energieinfrastruktur

Nahtlose Interoperabilität im Smart Grid ist eine Grundvoraussetzung für die Nutzung von Flexibilität, die Steigerung der Aufnahmekapazitäten der Netze für erneuerbare Energien und die Entwicklung neuer Marktchancen. Dafür wurden im IES-Projekt Anwendungsfälle definiert, bei denen dezentrale Energieerzeuger und ein Steuerzentrum kommunizieren müssen, um eine zeitlich vorgebbare Abgabe der generierten Energie zu gewährleisten. Die Auswahl vordefinierter Parameter aus den Kommunikationsprotokollen der beteiligten Komponenten ermöglicht den Datenaustausch über die komplizierten Schnittstellen. Das Zusammenwirken unterschiedlicher Komponenten ist seit langem eine der wesentlichen Herausforderungen in der Automatisierung. In enger Abstimmung mit der Industrie wurden daher die in der Netzleittechnik eingesetzten IEC- Standards (IEC-61850, IEC-60870-5-104) verwendet. Die Hard- und Softwareentwickler aus Industrie und Forschung nutzten beim Connectathon die einmalige Infrastruktur zum Test der Interoperabilität ihrer Hard- und Softwareprodukte. Einheitliche Standardisierungsprozesse müssen besonders früh geschaffen werden. Je größer das digitale Ökosystem im Energiesektor ist, desto schwieriger ist die Herstellung von Interoperabilität. Sie ist der Schlüssel für eine erfolgreiche und leistbare Digitalisierung, sei es im Gesundheitsbereich oder im Energiesystem.

Österreichisches Vorzeigeprojekt: IES – Integrating the Energy System

Das österreichische Forschungsprojekt IES – Integrating the Energy System (IES Austria) hat eine Methodik entwickelt, durch die Hersteller und Anwender in einem partizipativen Prozess zusammenarbeiten, um die Interoperabilität relevanter IKT-Systeme im Energiesystem zu sichern. Basierend auf dem Wissen aus dem Gesundheitsbereich (Integrating the Healthcare Enterprise, IHE) ist Österreich, den sektorenübergreifenden Wissensaustausch betreffend, in einer Vorreiterrolle. Im Forschungsprojekt sind die Technologieplattform Smart Grids Austria, die FH Technikum Wien, OFFIS, Tiani Spirit, Sprecher Automation und AICO Software federführend aktiv. www.smartgrids.at

Kategorie: News Stichworte: Connectathon, FH Technikum Wien, IKT-Systeme, smartgrids

Seitenspalte

Messekalender

  • all about automation Berlin

    Die all about automation Berlin 2026 feiert am 28. und 29. Januar ihre Premiere in der STATION-Berlin. Als Fachmesse für Industrieautomation, […]

  • LOGISTICS & AUTOMATION Bern

    Die LOGISTICS & AUTOMATION Bern 2026 ist die größte Fachmesse für Intralogistik und Materialfluss in der Schweiz. Sie präsentiert modernste […]

  • EMPACK Bern

    Die EMPACK Bern 2026 ist der einzigartige Treffpunkt der Verpackungsindustrie in der Schweiz und bildet den gesamten Verpackungsprozess entlang der […]

  • LOPEC Kongress

    Der LOPEC Kongress 2026 findet vom 24. bis 26. Februar 2026 im Messezentrum München statt und gilt als weltweit bedeutendste Kommunikationsplattform […]

  • LOPEC

    Die LOPEC 2026 findet vom 25. bis 26. Februar 2026 in der Messe München statt und gilt als führende internationale Fachmesse mit begleitendem […]

Die aktuelle Chemie

Newsletter

  • Newsletter Anmeldung
  • Unser Newsletter-Archiv

Welkin Media News

Aktuelle Nachrichten aus unseren anderen Online-Portalen Lebensmittel-&Biotechnologie und Österreichische Kunststoffzeitschrift.

  • Ultramid®-Polyamid besteht Langzeitanforderungen der E-Mobilität
    am 13. Januar 2026 von Birgit Fischer (Österreichische Kunststoffzeitschrift)

    Die glasfaserverstärkte, halogenarme Ultramid®-Type von BASF wird für Anwendungen der E-Mobilität unter Hydrolysebedingungen in Wasser-Glykol geprüft. Mithilfe von Arrhenius-Analysen lassen sich die Materialeigenschaften auf Einsatzzeiten von […]

  • Lignin als Ausgangsstoff für bioaktive Moleküle
    am 13. Januar 2026 von Birgit Fischer (Lebensmittel- & Biotechnologie)

    Lignin wird an der Universität Graz als Ausgangsstoff für bioaktive Moleküle genutzt. Chemische Verfahren auf Basis von Holzresten ermöglichen kürzere Synthesewege, geringeren Energieeinsatz und reduzierte Abfallmengen. Der Beitrag Lignin als […]

  • Neue Recyclingpfade für leistungsfähige Geokunststoffe
    am 12. Januar 2026 von Birgit Fischer (Österreichische Kunststoffzeitschrift)

    Im Projekt Zirk-Tex des Fraunhofer CCPE entstehen neue Ansätze zur Herstellung von Geokunststoffen und Dachbahnen aus bislang ungenutzten Kunststoffabfällen entlang der gesamten Wertschöpfungskette. The post Neue Recyclingpfade für […]

  • Bioraffineriekonzept erzeugt Flugzeugtreibstoff aus Tomatenresten
    am 12. Januar 2026 von Birgit Fischer (Lebensmittel- & Biotechnologie)

    Ein EU-Forschungsprojekt unter Leitung der TU Graz entwickelt ein integriertes Bioraffineriekonzept, das Restbiomasse aus der Tomatenproduktion vollständig verwertet und daraus nachhaltigen Flugzeugtreibstoff sowie Dünger, Tierfutter und Speiseöl […]

  • GEA erweitert Ventiltechnik mit wasserhydraulischer Antriebslösung
    am 9. Januar 2026 von Birgit Fischer (Lebensmittel- & Biotechnologie)

    Die Ventiltechnik von GEA wird durch die Übernahme von Hydract gezielt erweitert. Wasserhydraulische Ventilantriebe senken den Energiebedarf, ermöglichen präzise Regelbarkeit und eröffnen neue Optionen für effiziente Prozesse in Getränke-, […]

  • RFID sicher in PP-Mehrwegbecher integrieren
    am 9. Januar 2026 von Birgit Fischer (Österreichische Kunststoffzeitschrift)

    RFID ermöglicht die eindeutige Identifikation von PP-Mehrwegbechern und bildet die Grundlage für automatisierte Pfand- und Bezahlsysteme. RINCO ULTRASONICS zeigt, wie der RFID-Chip mithilfe von Ultraschallschweissen dauerhaft und wasserdicht in […]

  • Mobiles Sensorsystem soll Lebensmittelbetrug vor Ort aufdecken
    am 8. Januar 2026 von Birgit Fischer (Lebensmittel- & Biotechnologie)

    Lebensmittelbetrug stellt Handel und Kontrolle vor wachsende Herausforderungen. Ein von Fraunhofer entwickeltes mobiles Gaschromatographie-Sensorsystem soll falsch deklarierte Produkte direkt vor Ort identifizierbar machen. Der Beitrag Mobiles […]

  • Effiziente Präzision für die Medizintechnik auf der PLASTINDIA 2026
    am 8. Januar 2026 von Birgit Fischer (Österreichische Kunststoffzeitschrift)

    Die WITTMANN Gruppe zeigt auf der PLASTINDIA 2026 Lösungen für energie-, material- und platzsparende Produktion. Anhand einer Medizintechnik-Anwendung demonstriert das Unternehmen, wie Präzision, Effizienz und Automatisierung in der […]

  • analytica 2026 als Plattform für das Green Lab
    am 7. Januar 2026 von Birgit Fischer (Lebensmittel- & Biotechnologie)

    Konzepte und Impulse für das Green Lab prägen die Agenda der analytica 2026 und bestimmen Messe, Konferenz und Rahmenprogramm gleichermaßen. Der Beitrag analytica 2026 als Plattform für das Green Lab erschien zuerst auf Lebensmittel- & […]

  • Report zeigt Europas Schlüsselrolle bei Recyclingtechnologien
    am 7. Januar 2026 von Birgit Fischer (Österreichische Kunststoffzeitschrift)

    Der Report „Mapping of Global Advanced Plastic Recycling Capacities“ des nova-Instituts analysiert weltweit 390 Anlagen und zeigt Europas Schlüsselrolle bei Recyclingtechnologien für Kunststoffe anhand von Kapazitäten, Technologien und […]

Schlagwörter

Aktuelle Nachrichten über BASF analytica Analytik Analytik Jena Anlagenbau Automation Automatisierung Awards B&R BASF Borealis BR CEM CO2 Danfoss Digitalisierung Endress+Hauser Evonik FCIO Festo Finance Forschung Foto Freitag FotoFreitag Hardware Industrie 4.0 Jubiläum KI Kreislaufwirtschaft Labortechnik LANXESS Lenzing Logistik Messe München Nachhaltigkeit OMV Personalia Publikation Pumpen Recycling Robotik Shimadzu Software Wasserstoff Webinar

Kategorien

Copyright © 2026 · WelkinMedia Fachverlag