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IFAT Projektleiterin Silvia Fritsche im Interview

Silvia Fritscher, Projektleiterin IFAT | Foto: Messe München

Am letzten Tag unserer IFAT Themenwoche baten wir die Projektleiterin der IFAT, Silvia Fritsche um die Beantwortung einiger Fragen zu den Deckungsbereichen, die die IFAT der chemischen Industrie bieten kann.

Frau Fritsche, wo sehen Sie die größten Schnittmengen für die Chemische Industrie auf der IFAT? Welche spannenden Themen werden präsentiert?

Die größten Schnittmengen für die chemische Industrie gibt es sicherlich im Wasser- und Abwasserbereich der IFAT. Die Abwässer der Chemieindustrie sind oft aggressiv und salzhaltig. Wie müssen sie aufbereitet werden, damit sie in die öffentliche Kanalisation eingeleitet werden dürfen?

Welche Techniken gibt es, um Schadstoffe aus dem Wasser zu entfernen? Aber auch beim Schwerpunkt Abfall und Sekundärrohstoffe werden Vertreter der Chemiebranchen fündig. Hier geht es darum, aus Abfällen Wertstoffe zu gewinnen, um Rohstoffkreisläufe langfristig zu schließen. All das sind Themen der IFAT.

Mit wie hoher Beteiligung aus Österreich rechnen Sie, welche Big Player aus Österreich sind als Aussteller vertreten?

Österreich zählt zu den wichtigsten Zielländern der IFAT. Auf Ausstellerseiten ist das Land unter den Top-5 Nationen, insgesamt nehmen in diesem Jahr über 120 österreichische Unternehmen teil. Darunter finden sich viele Firmen, deren Produkte sich auch an die chemische Industrie richten, wie Applied Chemicals, Donau Chemie, Scan Messtechnik, Seelcon, VA TECH WABAG, Vienna Water Monitoring Solutions und Wastewater Solutions.

Auf Besucherseiten war Österreich 2016 das stärkste Land nach Deutschland, mit 5.874 Teilnehmern. Ich bin gespannt, wie viele Besucher wir in diesem Jahr aus Österreich in München begrüßen dürfen.

Wasser-, Abwasserwirtschaft und biologische Aufarbeitung nehmen einen hohen Stellenwert ein. Was erwartet uns auf der IFAT zu den Themen konkret? Wollen Sie etwas hervorstreichen?

Zu den Produkten unserer Aussteller zählen zum Beispiel Ionentauscher und Membranelemente für die Umkehrosmose bei der Wasseraufbereitung. Beide Techniken, oft im Verbund eingesetzt, entfernen Schadstoffe und störende Substanzen aus Wässern. Viele Branchenunternehmen betreiben gar eigene Klärwerke, da kommunale Kläranlagen mit den oft komplexen Schadstoffgemischen der industriellen Abwässer überfordert wären.

Aus den Klärschlämmen selbst können wiederum Wertstoffe und Energie gewonnen, anstatt sie teuer zu entsorgen. Auch dazu halten unsere Aussteller Lösungen bereit. In der biologischen Aufarbeitung werden unter anderem mobile Systeme der Sauerstoffbegasung gezeigt, die sich speziell für kleinere und mittlere Unternehmen eignen – um nur einige Beispiele zu nennen. Sie sehen: Die Bandbreite an Lösungen ist sehr vielfältig und genau diese Innovationsdichte ist es, die die IFAT in München zu einem wichtigen Treffpunkt für die Chemiebranche macht.

Dieser Artikel erscheint in Zusammenarbeit mit der Messe München für die IFAT 2018 Themenwoche. Fotos wurden von der Messe München zur Verfügung gestellt.