Q2-Zahlen: ABB fühlt sich in Kurs bestätigt – B&R hilft

Der Industriekonzern ABB hat seine Zahlen für das zweite Quartal vorgelegt. Obwohl ABB die geopolitische Lage durchaus als “durchwachsen” betrachtet und schwierige Ausgangslagen in Europa, USA und China ausmacht, sieht man sich im Kurs bestätigt. Einen großen Wirkungsgrad dürfte B&R hierbei einnehmen, die Übernahme des österreichischen Automatisierungsspezialisten im ersten Halbjahr hatte in der gesamten Branche für Aufregung gesorgt und wurde mit 6. Juli vollständig abgeschlossen.

„Im zweiten Quartal haben wir konsequent unseren Wachstumskurs fortgesetzt. Dank unserer fokussierten Maßnahmen haben wir den Auftragseingang in allen Regionen gesteigert”, sagte Ulrich Spiesshofer, CEO von ABB. „Unser branchenführendes Digitalangebot ABB Ability wird im Markt hervorragend aufgenommen und erweist sich als vielversprechender Wachstumstreiber.”

Die schwächelnde Auftragslage im Bereich Elektrifizierungsprodukte und Stromnetze konnten durch den Produktbereich Industrieautomatisierung und Robotik mehr als kompensiert werden, woran B&R keinen unwesentlichen Anteil haben dürfte. Auch Service und Software erreichten ein Auftragsplus. Am Umsatz betrachtet tritt ABB allerdings auf der Stelle.

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Änderungen in der Konzernleitung

Timo Ihamuotila wechselte am 1. April von Nokia zu ABB, wo er als Finanzchef (Chief Financial Officer) in die Konzernleitung berufen wurde. Chunyuan Gu, Managing Director von ABB in China, wurde mit Wirkung zum 1. Juli 2017 zum Leiter der Region Asien, Naher Osten und Afrika (AMEA) ernannt und in die Konzernleitung berufen. Chunyuan übernimmt die Leitung der Region AMEA von Frank Duggan, der zum Leiter der Region Europa ernannt wurde. Damit tritt er die Nachfolge von Bernhard Jucker an, der am 30. Juni nach einer langen und erfolgreichen Karriere bei ABB in den Ruhestand getreten ist.

Industrie 4.0 als Treiber

Eine positive Entwicklung in den drei wichtigsten Segmenten — Energieversorgung, Industrie, Transport & Infrastruktur — prognostiziert ABB durch die Energiewende und die Industrie 4.0. ABB sei mit einer starken Marktpräsenz, geografisch ausbalancierter Geschäftstätigkeit und breitem Portfolio gut aufgestellt. Die gute Finanzsituation soll ebenfalls dazu beitragen, um diese Chancen für langfristiges profitables Wachstum zu nutzen.