Shimadzu: Vollautomatik-Modul für LC-MS

Shimadzu hatte auf der analytica eine Weltneuheit im Gepäck: das CLAM-2000, ein vollautomatisches Probenaufbereitungsmodul (RUO – for Reasearch Use Only) für pharmazeutische und medizinische Abteilungen oder biologische Analyselabors. Zunächst für die vier klinischen Hauptforschungsmärkte in Europa, (Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien) vorgestellt, soll das CLAM-2000 die Vorbehandlung von Blut- oder anderen biologischen Proben vor der LC-MS-Analyse automatisieren. CLAM steht für Clinical Laboratory Automated sample preperation Module.

In den letzten Jahren hat es einen beachtlichen Fortschritt hinsichtlich des Einsatzes von Massenspektrometern (MS) in der klinischen Forschung gegeben. Zurückzuführen ist das auf ihre Fähigkeit, hochempfindliche Nachweise und eine hohe Spezifität sowie die Möglichkeiten der Multiplex-Analyse durchzuführen, ohne das bei Immuno-Assays bestehende Risiko einer Kreuzreaktion. Die Massenspektrometrie ermöglicht, krank-heitsbedingte biologische Komponenten in Blut, Urin oder anderen biologischen Proben direkt zu erkennen sowie Drogen in Spurenbereichen sowie weitere Anwendungen zu messen. Als Engpass bleibt aber die Probenaufbereitung bestehen, die oft langwierig ist, Fehlerrisiken birgt und auch das Kontaminationsrisiko für Personen steigert, die mit der Probenaufbereitung betraut sind.

Von der Vorbehandlung bis zur Analyse – Vollautomatisch

Vollautomatisiert und Online-Anbindung: Das CLAM-2000 von Shimadzu | Foto: Shimadzu

Vollautomatisiert und Online-Anbindung: Das CLAM-2000 von Shimadzu | Foto: Shimadzu

Nach einfachem Platzieren der Blutentnahmeröhrchen im System führt das CLAM-2000 alle anderen Prozesse bis zur LC-MS-Analyse automatisch durch. Im Gegensatz zu Dosier­systemen, basierend auf der Stapelverarbeitung von 96-Well-Platten, arbeitet das CLAM-2000 vollständig automatisch von der Vorbehandlung bis zur Analyse und bearbeitet ein­zelne Proben sukzessive nebeneinander. Daraus resultieren einheitliche Vorbehandlungs­zeiten unter den Proben, ohne die Verarbeitungsgeschwindigkeit zu verlangsamen, und es ergibt sich eine verbesserte Datenreproduzierbarkeit und -genauigkeit.

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Zu den verfügbaren Vorbehandlungsprozessen gehören die Dosierung von Proben, die Dosierung von Reagenzien, Rühren, Saugfilterung, Inkubation sowie der automatische Transfer der Probenküvetten zum SIL-30AC-Autosampler nach der Vorbehandlung.

Erstmalig in der Welt

Demzufolge ist das neue CLAM-2000 das weltweit erste System, das vollautomatisch alle Schritte von der Probenvorbehandlung bis zur LC-MS-Analyse durchführt.
Vom Anwender wird lediglich verlangt, die Aufnahmegefäße für Blut oder biologische Flüssigkeiten, die Reagenzien, die internen Standards und die speziellen Vorbehand-lungs-Vials in das System einzusetzen.

Das CLAM-2000 verfügt laut Hersteller auch über exzel­lente Managementfunktionen, die den Arbeitsablauf für die klinische Forschung verbessern und sicherer machen sowie für eine höhere Reproduzierbarkeit sor­gen. Es ist kompatibel mit den LC-MS TQ-Systemen LCMS-8040, LCMS-8050 und LCMS-8060 – also eine große Auswahl, um sich an die Empfindlichkeitsanforderungen anzupassen.