• Zum Inhalt springen
  • Skip to secondary menu
  • Zur Seitenspalte springen

Die Chemie Zeitschrift Österreichs

Das unabhängige Traditionsmagazin

  • Das Magazin
    • Über die Österreichische Chemie Zeitschrift
    • 120 Jahre
    • Abonnement
    • Mediadaten
    • Online-Archiv
  • Resorts
    • Forschung
    • Foto Freitag
    • Messe
    • Publikation
    • Personalia
    • Bildung
  • Messekalender
  • Chemie-Lexikon
  • Links
    • L&B
    • labor
    • Kunststoff
  • Welkin Media Verlag
Aktuelle Seite: Start / News / Bayrisch-österreichisches Forschungs- und Entwicklungszentrum für Leichtbau

Bayrisch-österreichisches Forschungs- und Entwicklungszentrum für Leichtbau

5. Februar 2021 von Birgit Fischer

Leichtbau zählt heute zu den Schlüsseltechnologien in vielen Branchen, vom Maschinenbau über den Fahrzeugbau bis hin zur Raumfahrt. Denn Leichtbauprodukte punkten, neben dem Einsatz von leichteren Materialien, mit einer optimierten Konstruktion, steigenden Recycling-Anteilen, einer Verringerung des Energieaufwands und des CO2- Ausstoßes sowie einer verbesserten Funktionalität.

Im September 2015 startete das Gemeinschaftsprojekt Synthese, Charakterisierung und technologische Fertigungsansätze für den Leichtbau – kurz n2m (nano to macro) zwischen der Hochschule Landshut (Kompetenzzentrum Leichtbau, LLK) und der Paris-Lodron-Universität Salzburg (PLUS). Mit dem neu geschaffenen, grenzübergreifenden Forschungs- und Entwicklungszentrum für den Leichtbau findet dieses Projekt nun seinen krönenden Abschluss.

Die Projektsumme betrug 3,1 Millionen Euro davon förderte die EU das Vorhaben zu 85% mit rund 2,6 Millionen Euro. „Eine solche Kooperation im Grenzgebiet Bayern-Österreich ist bisher einzigartig und unterstützt nachhaltig den weiteren Ausbau der Spitzenposition im Bereich Leichtbau in den Regionen“, sind sich die beiden Verantwortlichen des Projekts, Prof. Dr. Nicola Hüsing und Prof. Dr. Otto Huber einig.

Hüsing ist Vizerektorin für Forschung und Nachhaltigkeit an der Universität Salzburg. Ihr oblag die Gesamtprojektleitung für „n2m“. Huber ist Leiter des Kompetenzzentrums Leichtbau an der Hochschule Landshut und betreute das Projekt federführend für Landshut.

Bündelung von Wissen und Interessen für Leichtbau

Mit dem Fokus, grenzüberschreitende Lehre und Forschung zu fördern, brachte das Projekt die anwendungsorientierte Forschung des LLK mit der naturwissenschaftlichen Grundlagenforschung an der PLUS zusammen.

In mehreren unterschiedlichen Problemstellungen stellten wir uns im Team den Herausforderungen, interdisziplinäre Denk- und Forschungsansätze auf den Gebieten Materialchemie, Fertigungstechnik, Mechanik, Werkstofftechnik und -analytik zu verknüpfen.

Prof. Dr. Otto Huber, Hochschule Landshut

Das Ziel war dabei, innovative Leichtbaustrukturen zu realisieren und geeignete Produktions- und Prozesstechniken zu entwickeln. Auch umfasste dies die Anschaffung und den Betrieb einer Laserschweißanlage, einer Heizpresse, einem Vibrationspoliergerät und eines Wärmebehandlungsofens für die Hochschule Landshut sowie eines Transmissionselektronenmikroskops für die PLUS.

Mit diesem Equipment erweitern die beiden Institutionen, auch über die Projektlaufzeit hinaus, ihre Forschungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten signifikant und ermöglichen gleichzeitig Spitzenforschung und langfristige Kooperationen im Bereich Leichtbau.

„Wir haben die Anschaffungen aufeinander abgestimmt und können diese gemeinsam nutzen. Damit steigern wir sowohl den wissenschaftlichen Mehrwert als auch das Innovationspotenzial der Region“, betont Hüsing.

Steigende Attraktivität für Studierende und Forschende

Durch das bayerisch-österreichische Forschungs- und Entwicklungszentrum gewinnen die beiden Hochschulstandorte Landshut und Salzburg an Attraktivität für Studierende und Forschende. Projekt- und Abschlussarbeiten, Praktika, Workshops und kooperative Promotionen sind länderübergreifend möglich. So trägt diese grenzüberschreitende Partnerschaft auch bereits erste Früchte.

Eine, in Kooperation mit Prof. Dr. Oliver Diwald (Betreuer seitens der Universität Salzburg) durchgeführte Promotion befasste sich mit der Charakterisierung und Modellierung des mechanischen Verhaltens von Magnesium, um dieses in der Industrie nutzen zu können.

„Magnesium gehört zu einem der leichtesten metallischen Konstruktionswerkstoffe, der aufgrund seiner komplexen Mikrostruktur (hexagonal dicht gepackte Kristallstruktur) große Herausforderungen an die Produktentwicklung und Fertigung stellt. Durch die Charakterisierung und Modellierung des Betriebsfestigkeitsverhaltens wird der Werkstoff berechenbar, eine Grundvoraussetzung, um das hohe Leichtbaupotenzial des Magnesiums industriell nutzen zu können“, erklärt Huber (Betreuer seitens der Hochschule Landshut).

Ebenfalls, im Rahmen des n2m-Projekts erfolgreich abgeschlossen wurde eine Dissertation, unter Betreuung von Prof. Dr. Holger Saage, Professor am LLK der Hochschule Landshut und Prof. Dr. Mathias Göken, Universität Erlangen-Nürnberg. Diese setzte sich mit dem korrosiven und thermo-mechanischen Verhalten von intermetallischen Titan-Aluminium-Verbindungen auseinander. Verbindungen, die sehr leicht und für den Einsatz bei hohen Temperaturen geeignet sind und so beispielsweise Anwendung bei Turbinenschaufeln finden.

Leichtbau: Mit der gemeinsamen Nutzung der neuen Heizpresse an der Hochschule Landshut ist es z.B. möglich, Magnesiumbleche umzuformen und Faserverbundwerkstoffe sowie Sandwichstrukturen herzustellen. | Foto: Hochschule Landshut
Mit der gemeinsamen Nutzung der neuen Heizpresse an der Hochschule Landshut ist es z.B. möglich, Magnesiumbleche umzuformen und Faserverbundwerkstoffe sowie Sandwichstrukturen herzustellen. | Foto: Hochschule Landshut

Des Weiteren befasst sich derzeit eine aktuell dritte Promotionsarbeit, unter Obhut von Prof. Dr. Hubert Klaus, ebenfalls Professor am LLK und Prof. Dr. Nicola Hüsing, Universität Salzburg, mit einem recyclefähigen thermoplastischen Werkstoffverbund. Neuartige Sandwichstrukturen mit einem Kern aus einer Polyamid 6 Matrixstruktur und eingebettetem Granulat aus Altglas sowie glasfaserverstärkten Deckschichten, versprechen vielfältige Einsatzmöglichkeiten, wie beispielsweise bei Skateboards oder in der Fahrzeugkarosserie. Gleichzeitig sollen diese durch Aufschmelzen der Bestandteile wieder getrennt und wiederverwendet werden können.

Zusätzliche Anreize für Wissenschaft und Wirtschaft

Auch für Partner aus Wissenschaft und Wirtschaft bietet der erfolgreiche Abschluss von n2m Anreize für zukünftige innovative Kooperationsprojekte. So sind schon heute weitere sieben Hochschulen und Forschungseinrichtungen in das Forschungs- und Entwicklungszentrum für den Leichtbau eingebunden. Zudem finden grenzüberschreitende Tagungen und Workshops für Öffentlichkeit, Forschungseinrichtungen und Unternehmen statt.

Gleichzeitig wurden bereits mehrere Anschlussprojekte im Rahmen von gemeinsamen Forschungsanträgen der Hochschule Landshut und der Universität Salzburg bewilligt. Erst kürzlich wurde ein gemeinsames D-A-CH-Projekt zum Thema „Deformationsmechanismen in mehrachsig beanspruchten Magnesiumknetlegierungen“ vom österreichischen Wissenschaftsfonds (FWF) und der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) genehmigt.

„Für mich ein klares Zeichen, dass die grenzüberschreitende Forschung und Lehre auch in der Zukunft ein wichtiger Bestandteil für das Thema Leichtbau sein wird“, ist Huber überzeugt.

Über das Projekt

Das, nach vierjähriger Forschung und Entwicklung abgeschlossene Projekt „n2m (nano to macro) – Synthese, Charakterisierung und technologische Fertigungsansätze für den Leichtbau“ ist ein Gemeinschaftsprojekt des Fachbereichs Chemie und Physik der Materialien an der Paris-Lodron-Universität Salzburg (PLUS) und des Kompetenzzentrums Leichtbau (LLK) an der Hochschule Landshut und dem.

Die Projektleitung seitens der Hochschule Landshut übernahm Prof. Dr. Otto Huber, die Gesamtprojektleitung hatte Prof. Dr. Nicola Hüsing von der PLUS. Die Finanzierung des Projekts erfolgte im Rahmen des Förderprogramms INTERREG Österreich-Bayern durch die Europäische Union (Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung, EFRE). Die Gesamtsumme betrug 3,1 Millionen Euro, gleichermaßen aufgeteilt auf die beiden Projektpartner.

Kategorie: Bildung, News Stichworte: HochschuleLandshut, Leichtbau, n2m, UniversitaetSalzburg

Seitenspalte

Messekalender

  • all about automation Friedrichshafen

    Die all about automation in Friedrichshafen ist die Fachmesse für Industrieautomation, Robotik und Digitalisierung – das […]

  • Circular Valley Convention

    Die Circular Valley Convention 2026 findet am 11. und 12. März im Areal Böhler in Düsseldorf statt und ist eine internationale Plattform für die […]

  • Ersatzteiltagung

    Die 11. Ersatzteiltagung findet am 12. März 2026 in Salzburg statt und ist das wichtigste Jahrestreffen für After-Sales- und […]

  • MEORGA MSR Frankfurt

    Die MEORGA MSR 2026 ist eine Fachmesse für Mess-, Steuerungs- und Regeltechnik, Prozessleitsysteme sowie Automatisierungs- und Prozesstechnik. In […]

  • LogiMAT

    Die LogiMAT 2026, Internationale Fachmesse für Intralogistik-Lösungen und Prozessmanagement, präsentiert vom 24. bis 26. März in Stuttgart einen […]

Die aktuelle Chemie

Ausgabe 01 2026

Newsletter

  • Newsletter Anmeldung
  • Unser Newsletter-Archiv

Welkin Media News

Aktuelle Nachrichten aus unseren anderen Online-Portalen Lebensmittel-&Biotechnologie und Österreichische Kunststoffzeitschrift.

  • Partnerschaft schließt Kreislauf für Umreifungsbänder
    am 6. März 2026 von Birgit Fischer (Österreichische Kunststoffzeitschrift)

    Excerpt: re-strap und Teufelberger vereinbaren eine langfristige Partnerschaft, um gebrauchte Umreifungsbänder aus dem deutschen Markt hochwertig zu recyceln und als Rohstoff wieder in die Produktion neuer Umreifungsbänder zurückzuführen. The […]

  • CO-Laser ermöglicht klebstofffreie Papierverpackungen
    am 5. März 2026 von Birgit Fischer (Lebensmittel- & Biotechnologie)

    Im Fraunhofer-Projekt PAPURE entstehen klebstofffreie Papierverpackungen durch den Einsatz eines CO-Lasers. Das Verfahren ermöglicht das stoffschlüssige Fügen ohne Fremdstoffe und verbessert die Recyclingfähigkeit sowie die industrielle […]

  • XELAMID als neue stoßmodifizierte PA-Familie
    am 5. März 2026 von Birgit Fischer (Österreichische Kunststoffzeitschrift)

    XELAMID ist die neue stoßmodifizierte PA-Familie von Xenia auf Basis von PA11 und PA12. Die Werkstoffe kombinieren mechanische Leistungsfähigkeit, geringe Dichte sowie ausgewogene Eigenschaften für Anwendungen in Sport, Konsum und Industrie. The […]

  • Temperaturindikatoren als Alternative zum Datenlogger
    am 4. März 2026 von Birgit Fischer (Lebensmittel- & Biotechnologie)

    Temperaturindikatoren von CiK Solutions machen Temperaturabweichungen bei Arzneimitteln, Lebensmitteln und Chemikalien sofort sichtbar. Durch irreversible Farbänderung ermöglichen sie eine manipulationssichere Sichtkontrolle und reduzieren Aufwand […]

  • Dirk Musser übernimmt Führung bei KraussMaffei
    am 4. März 2026 von Birgit Fischer (Österreichische Kunststoffzeitschrift)

    Dirk Musser übernimmt zum 1. April 2026 die Führung bei KraussMaffei Technologies. Er folgt auf Jörg Stech, der das Unternehmen seit 2023 stabilisierte und strategisch neu ausrichtete. The post Dirk Musser übernimmt Führung bei KraussMaffei […]

  • Länderübergreifende Perspektiven für Kreislaufwirtschaft
    am 3. März 2026 von Birgit Fischer (Österreichische Kunststoffzeitschrift)

    Internationale Kooperationen zwischen Politik, Industrie und Wissenschaft prägen die Circular Valley Convention 2026. Im Mittelpunkt stehen gemeinsame Projekte, Projektgruppen und praxisnahe Lösungen für Europas Schlüsselindustrien im Kontext […]

  • GEA baut zertifizierte Cybersicherheit konzernweit weiter aus
    am 3. März 2026 von Birgit Fischer (Lebensmittel- & Biotechnologie)

    GEA baut konzernweit Cybersicherheit aus: 98 Standorte sind nach ISO/IEC 27001:2022 zertifiziert, ergänzt durch ISA/IEC 62443 für sichere Produktentwicklung und Produktionsumgebungen. TÜV Rheinland prüft und zertifiziert die Standards im Kontext […]

  • Verpackung für Süßwaren wird nachhaltiger und flexibler
    am 2. März 2026 von Birgit Fischer (Lebensmittel- & Biotechnologie)

    Neue Materialien, flexible Maschinenkonzepte und digitale Lösungen verändern die Verpackung für Süßwaren grundlegend. Der interpack Fachartikel zeigt, wie nachhaltige Barrierekonzepte und materialflexible Verarbeitung industriell umgesetzt […]

  • Flammgeschütztes PEF für biobasierte Textilien
    am 2. März 2026 von Birgit Fischer (Österreichische Kunststoffzeitschrift)

    Die DITF synthetisieren PEF und bewerten phosphorbasierte Flammschutzmittel in verschiedenen Konzentrationen, um chemisch gebundenen, langfristigen Flammschutz für textile Anwendungen zu realisieren. The post Flammgeschütztes PEF für biobasierte […]

  • Thermoformpresse steigert Effizienz im Flugzeugbau
    am 27. Februar 2026 von Birgit Fischer (Österreichische Kunststoffzeitschrift)

    Die neue Thermoformpresse von Wickert Maschinenbau steigert den Output bei Flugzeugstrukturteilen aus Composite-Materialien um bis zu 80 Prozent. Automatisiertes Handling, modulare Bauweise und dokumentierte Prozessführung erfüllen die […]

[facetwp facet=“categories“]

Schlagwörter

Aktuelle Nachrichten über BASF analytica Analytik Analytik Jena Anlagenbau Automation Automatisierung Awards B&R BASF Borealis BR CEM CO2 Danfoss Digitalisierung Elektrolyse Endress+Hauser Evonik FCIO Festo Finance Forschung Foto Freitag FotoFreitag Hardware Industrie 4.0 Jubiläum KI Kreislaufwirtschaft LANXESS Lenzing Logistik Messe München Nachhaltigkeit OMV Personalia Publikation Pumpen Recycling Robotik Shimadzu Software Wasserstoff Webinar

Kategorien

Copyright © 2026 · WelkinMedia Fachverlag