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Österreich: Hohe Akzeptanz bei Kunststoff-Recycling

5. Dezember 2019 von Birgit Fischer

Moderne Gesellschaften wären ohne den Einsatz von Kunststoffen undenkbar. Etwa in der Medizin, bei der Telekommunikation, bei der Versorgung mit Strom und Wasser, aber auch bei Verpackungen. Dessen sind sich die Menschen in Österreich bewusst und befürworten den Einsatz des vielseitigen Materials, trotz der Problematik von Plastikabfällen. Diese differenzierte Sichtweise bestätigt eine aktuelle market-Studie* im Auftrag des Fachverbands der Chemischen Industrie Österreichs (FCIO).

76 Prozent der österreichweit Befragten sprechen sich für Kunststoff-Verpackungen aus, wenn sie im Rahmen einer Kreislaufwirtschaft vollständig recycelt werden. Dabei sehen sie, neben der Industrie, vor allem die politischen Entscheidungsträger in der Pflicht. Neun von zehn Österreichern wünschen sich, dass die Politik Maßnahmen für Kunststoff-Recycling fördern soll. Ebenso viele sehen Forschung im Bereich der Kunststoff-Kreislaufwirtschaft als zentralen Lösungsansatz. 

„Die hohe Zustimmung der Bevölkerung zur Kreislaufwirtschaft sehen wir als Bestätigung für unsere Bemühungen. Mit dem 10 Punkte Maßnahmenpaket für nachhaltigen Kunststoff hat die Industrie bereits klare Lösungsansätze definiert, wie Kunststoffabfälle reduziert werden können. Um die ambitionierten Ziele zu erreichen, braucht es aber bessere Rahmenbedingungen, vor allem bei den Sammel- und Sortiersystemen. Hier ist die Politik gefragt.“

Helmut Schwarzl, Obmann der Berufsgruppe Kunststoffindustrie im FCIO

Aufholbedarf bei Sammlung und Sortierung – Sortenreinheit Schlüssel für höhere Recycling-Quoten

Ein großer Vorteil von Kunststoffen ist ihre hohe Wiederverwertungsfähigkeit. Mit unterschiedlichen Techniken kann man Plastikabfälle reinigen, zerkleinern und wiederaufbereiten. Die dabei wiedergewonnenen Grundmaterialien, das sogenannte Rezyklat, können dann als Rohstoff für neue Produkte verwendet werden. Je sortenreiner gesammelt wird, umso hochwertiger ist das Rezyklat. Neben der Wiederaufbereitung ist die Sammlung und Sortierung von Kunststoffabfällen die zentrale Voraussetzung für eine funktionierende Kreislaufwirtschaft. Hier gibt es in Österreich auch den größten Handlungsbedarf. Die aktuellen Sammel- und Sortiersysteme können eine ausreichende Versorgung der Kunststoffproduzenten mit Rezyklat in benötigter Qualität und Quantität nicht gewährleisten. Vor allem der Abfall der Konsumenten findet zu selten den Weg in den Kunststoffkreislauf. Deshalb ist eine Weiterentwicklung der bestehenden Abfallwirtschaft dringend gefragt. Massive Investitionen wären nötig, um die Sortier- und Recyclingkapazitäten zu erhöhen. 

„Wenn wir die ambitionierten Ziele bei der Steigerung von Kunststoffrecycling erreichen wollen, müssen alle betroffenen Gruppen zusammenarbeiten. Die betroffenen Wirtschaftsakteure, Politik und auch die Konsumenten sind gefragt, ihren Teil beizutragen.“

Helmut Schwarzl, Obmann der Berufsgruppe Kunststoffindustrie im FCIO

Hohe Akzeptanz beim Einsatz von recycelten Kunststoffen

Eine wichtige Frage zum Thema Kreislaufwirtschaft wurde ebenfalls untersucht: Wie gut die Verwendung wiederaufbereiteten Materials für die Herstellung neuer Produkte angenommen wird. Bei Kunststoffen gibt es laut Studie diesbezüglich erfreulicherweise wenig Bedenken in der Bevölkerung. Eine große Mehrheit der Befragten steht Rezyklaten positiv gegenüber. Vier von fünf Österreichern befürworten ihren Einsatz bei der Produktion von Transportverpackungen (82 Prozent), Haushaltsgeräten (80 Prozent), Büromaterial (80 Prozent), TV-Geräten (80 Prozent) oder Computern (79 Prozent). Beinahe ebenso viel Zustimmung gibt es für Dämmstoffe, Bauteile für erneuerbare Energie, Kunststofffenster, Sportgeräte, Werkzeuge, Leichtbauteile für E-Mobilität und IT-Infrastruktur (alle über 75 Prozent). Skeptisch gegenüber dem Einsatz von Kunststoff-Rezyklaten sind die Österreicher nur im Bereich der gesundheitlichen Hygiene. Weniger als die Hälfte befürwortet rezyklierten Kunststoff in der Herstellung von Verhütungsmitteln (42 Prozent) und medizinischen Alltagsprodukten wie Spritzen, Infusionsschläuche oder medizinischen Handschuhen (43 Prozent). 

„Die hohe Zustimmung der Bevölkerung zum Einsatz von recycelten Kunststoffen ist sehr erfreulich und Voraussetzung für die Einführung einer Kreislaufwirtschaft. Die Kunststoffindustrie steht bereit, Rezyklate in der Produktion einzusetzen. Es wird jetzt vor allem darauf ankommen, wie der Kreislauf der Materialien organisiert werden kann.“

Helmut Schwarzl, Obmann der Berufsgruppe Kunststoffindustrie im FCIO

* Die Umfrage wurde im Zeitraum von 19. bis 25. September 2019 von market – Institut für Markt-, Meinungs- und Mediaforschung durchgeführt. Die Befragten wurde repräsentativ für die österreichische Bevölkerung zwischen 16 und 70 Jahren ausgewählt. Methode: Online-Interviews, N=993, max. statistische Schwankungsbreite +/- 3,17 Prozent.

Über den FCIO

Der Fachverband der Chemischen Industrie Österreichs (FCIO) ist die gesetzliche Interessenvertretung der chemischen Industrie in Österreich. Derzeit vertritt der Verband etwa 250 Unternehmen aus der chemischen Industrie, welche neben der Kunststoff- und Pharmaindustrie auch die Produktion von organischen und anorganischen Chemikalien, Chemiefasern und Lacken umfassen. Mehr als 45.000 Beschäftigte in der chemischen Industrie haben 2018 Waren im Wert von über 16 Milliarden Euro hergestellt. Der FCIO setzt sich für einen ökonomisch, ökologisch und sozial nachhaltigen und attraktiven Chemiestandort Österreich mit einem forschungs- und technologiefreundlichen Umfeld ein.

Kategorie: News Stichworte: FCIO, Kunststoff, Recycling

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  1. BASF mit ambitionierten Lösungen für die Kreislaufwirtschaft sagt:
    11. Dezember 2020 um 14:51 Uhr

    […] Kunststoffe und ihre Produkte im Kunststoff-Kreislauf auf. Auch in Österreich herrscht eine hohe Akzeptanz für Kunststoff-Recycling, daher liegt es nahe, diese Forschung intensiv zu […]

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