• Zum Inhalt springen
  • Skip to secondary menu
  • Zur Seitenspalte springen

Die Chemie Zeitschrift Österreichs

Das unabhängige Traditionsmagazin

  • Das Magazin
    • Über die Österreichische Chemie Zeitschrift
    • 120 Jahre
    • Abonnement
    • Mediadaten
    • Online-Archiv
  • Resorts
    • Forschung
    • Foto Freitag
    • Messe
    • Publikation
    • Personalia
    • Bildung
  • Messekalender
  • Chemie-Lexikon
  • Links
    • L&B
    • labor
    • Kunststoff
  • Welkin Media Verlag
Aktuelle Seite: Start / News / OFI – seit 75 Jahren „Fortschritt in guten Händen“

OFI – seit 75 Jahren „Fortschritt in guten Händen“

30. September 2021 von Birgit Fischer

Seit 1946 begleitet das OFI Produktentwicklungen von der ersten Idee bis zur Marktreife und unterstützt so die österreichische Wirtschaft. Um das 75jährige Bestehen des Österreichischen Forschungsinstitutes für Chemie und Technik (OFI) zu feiern, fanden sich am 7. September 2021 rund 200 geladene Gäste am Firmensitz des Prüf- und Forschungsinstituts im Wiener Arsenalgelände ein.

Eine enge Verbindung: Der Kunststoff und OFI

Die Geschichte des OFI beginnt kurz nach dem Zweiten Weltkrieg mit Gründung des Chemischen Forschungsinstitutes der Wirtschaft Österreichs, kurz CFI, und ist eng mit der Entwicklung des Werkstoffes Kunststoff verbunden. Kunststoffe und Kunststoffprodukte umfassten damals nur einen ganz geringen Prozentsatz der gesamten wirtschaftlichen Aktivitäten. Nur 10–20 dag betrug der jährliche Pro-Kopf-Verbrauch von Kunststoffen – eine Menge, die heute bestenfalls mit dem Verbrauch von Gewürzen zu vergleichen ist.

Zuckerstreuer mit Schraubdeckel, 1950-1960 | Foto: Kunststoff-Museums-Verein (KMV) e.V.
Zuckerstreuer mit Schraubdeckel, 1950-1960 | Foto: Kunststoff-Museums-Verein (KMV) e.V.

Mit den Jahren gewannen Kunststoffe als Werkstoffe immer mehr an Bedeutung, fanden zunächst verstärkt Anwendung im Elektrobereich und in der Sportartikelindustrie, dann auch in der Biomedizin, der Bautechnik oder im Verpackungsbereich.

Mit dem breiteren Einsatzgebiet von Kunststoffen, wuchs auch das Leistungsportfolio des OFI stetig. So profitierten immer mehr Branchen von der Expertise des Prüf- und Forschungsinstituts. Um dies zu verdeutlichen, erfolgte 1984 die Umbenennung in Österreichisches Forschungsinstitut für Chemie und Technik, den Namen, den das Institut auch heute noch trägt.

Erkenntnisse generieren, die den beteiligten KMU rasch und direkt nutzen

„Ein Blick in die Geschichte des OFI macht deutlich, dass sich an den grundlegenden Aufgaben, die das OFI bereits seit 75 Jahren erfüllt, kaum etwas verändert hat“, so OFI Geschäftsführer Baurat Dr. Michael Balak. „Mit unserem breiten Prüfportfolio und angewandter Forschung begleiten wir Produktentwicklungen und unterstützen Unternehmen bei der Umsetzung ihrer Visionen.“

Nach einem kurzen Streifzug durch die OFI Geschichte, standen die Kernaufgaben des OFI auch im Mittelpunkt des Podiumsgespräches, dem bei der Jubiläumsfeier am 7. September rund 200 geladene Gäste lauschten. Moderiert von Kristina Inhof, sprachen die Podiumsgäste über den täglichen Laboralltag, die Chancen kooperativer Forschung und die Rolle von Normen in der Qualitätssicherung.

Elisabeth Stampfl-Blaha Managing Director, Austrian Standards | Foto: Austrian Standards

Meine britischen Kollegen sagen oft: Standards halten fest, ‚how good looks like‘. Jeder, der sich mit Standards und Standardisierung auskennt, weiß, dass dieses ‚good‘ in erster Linie vom Fachwissen der Expertinnen und Experten lebt, die uns helfen, gute Standards zu entwickeln und regelmäßig zu verbessern. Deshalb freut es mich besonders, dass sich eine renommierte und versierte Institution wie das OFI und seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter regelmäßig in der Standardisierung engagieren und ihre praktischen Erfahrungen und wertvollen Inputs in mittlerweile 93 Arbeitsgruppen, Komitees und Gremien bei Austrian Standards International einfließen lassen. Sie sorgen dadurch nicht nur dafür, dass Qualität überprüfbar bleibt, sondern auch auf den richtigen und relevanten Grundlagen beruht.

DDr. Elisabeth Stampfl-Blaha Managing Director, Austrian Standards | Foto: Austrian Standards

Die Experten des OFI bringen ihr Know-how und ihre Erfahrungen nicht nur in Gremien, sondern auch in Forschungsprojekten ein. Ziel ist es, Erkenntnisse zu generieren, die den beteiligten KMU rasch und direkt nutzen. Nicht selten profitiert davon eine ganze Branche.

Das OFI als Technology Translator

„Forschung, Entwicklung und Innovation macht Unternehmen zukunftsfit und wettbewerbsfähig. KMU haben jedoch oft nicht die Ressourcen, das Know-how oder die entsprechende Infrastruktur, um Forschungsprojekte durchzuführen“, weiß Dr. Sonja Sheikh, Geschäftsführerin der Austrian Cooperative Research (ACR). „Für sie sind ACR-Institute wie das OFI die perfekten Partner. Mit niederschwelligen Angeboten und spezialisiertem Know-how holen sie die Unternehmen schon in einer frühen Innovationsphase ab und begleiten sie bis zur Marktreife. Als bedeutendes Mitglied unseres ACR-Netzwerks ist das OFI unverzichtbar für ein vielfältiges und KMU-nahes Forschungsangebot in Österreich.“

Wolfgang Poppe, OFI Vizepräsident | Foto: OFI

Mit dem OFI haben vor allem Klein- und Mittelunternehmen einen umfassenden Innovationsbegleiter. Für jedes Unternehmen ist es wertvoll, einen unabhängigen Dritten zu haben, der die Qualität der Produkte sichert und beim Weg von der Idee bis zur Umsetzung hilft.

Wolfgang Poppe, OFI Vizepräsident

Egal ob mit Forschung, Prüfung oder Zertifizierung, das OFI unterstützt Unternehmen aus unterschiedlichsten Branchen bei ihren Anliegen. Das will man auch in Zukunft.

„Wir verstehen uns als Technology Translator, der zwischen Wissenschaft und Wirtschaft vermittelt und so Innovationen vorantreibt. Damit wir das können, müssen wir nicht nur am aktuellen Stand der Technik bleiben, sondern uns selbst stetig weiterentwickeln. Mit der Digitalisierung unserer Berichte haben wir einen weiteren Meilenstein in der Geschichte des OFI gelegt. Es wird nicht der letzte gewesen sein“, verspricht OFI Geschäftsführer DI Udo Pappler.

Ein vielfältiges Prüf- und Forschungsspektrum

Findet die Jubiläumsfeier direkt am Firmensitz statt, bietet das die Möglichkeit den Gästen auch einen Blick in Labors und Prüfräume zu gewähren. Bei den Rundgängen durch das Technikum war mehr als nur ein Blick möglich, die anwesenden OFI Experten erzählten über aktuelle Projekte und nahmen sich Zeit für individuelle Rückfragen.

Einblick in die Materialanalytik | Foto: OFI/Michael Pyerin
Einblick in die Materialanalytik | Foto: OFI/Michael Pyerin

Bei Betrachtung der mechanischen Prüfverfahren wurde deutlich, wie zentral Materialanalysen für die richtige Werkstoffwahl sind. So werden beispielsweise aktuell, im Rahmen des durch die ACR geförderten Forschungsprojektes SERIFE-3D, die Anforderungen an Bauteile aus dem 3D-Drucker mittels mechanischer Prüfungen untersucht.

Für Bauteile in Kontakt mit Trinkwasser gelten besonders strenge Regelungen. Damit alle Anforderungen erfüllt sind, müssen Produkte auch eine sensorische Überprüfung bestehen. Was das konkret bedeutet, hat der Besuch im Sensoriklabor gezeigt.

Besichtigt werden konnte auch die Simulationsanlage für Filteranalyse, ein Prüfgerät, das im Rahmen eines Forschungsprojektes aufgebaut wurde, und dessen Möglichkeiten dann kontinuierlich ausgebaut wurden. Auf die Ausbreitung von COVID-19 konnte das OFI damit schnell reagieren und als eines der ersten Prüfinstitute Europas feststellen, ob Filtermedien auch Viren aufhalten.

Einblick in die Sensorik | Foto: OFI/Michael Pyerin
Einblick in die Sensorik | Foto: OFI/Michael Pyerin

Die letzte Station führte die Besucher in die große Technikumshalle, in der auch die Umweltsimulation untergebracht ist. Hier kann festgestellt werden, wie beständig beispielsweise einzelne Komponenten von Fahrzeugen gegenüber Umwelteinflüssen sind, in dem sie mit Sonnenlicht, Klima oder Feuchte konfrontiert werden.

Der Rundgang macht einmal mehr das vielfältige Prüf- und Forschungsspektrum des OFI deutlich und zeigt, dass man hier alles aus einer Hand erhält – persönliche Beratung, innovative Lösungen und Sicherheit mit Garantie.

Kategorie: Companies, News Stichworte: Forschungsinstitut, Jubiläum, OFI, Pruefinstitut

Seitenspalte

Messekalender

  • all about automation Berlin

    Die all about automation Berlin 2026 feiert am 28. und 29. Januar ihre Premiere in der STATION-Berlin. Als Fachmesse für Industrieautomation, […]

  • LOGISTICS & AUTOMATION Bern

    Die LOGISTICS & AUTOMATION Bern 2026 ist die größte Fachmesse für Intralogistik und Materialfluss in der Schweiz. Sie präsentiert modernste […]

  • EMPACK Bern

    Die EMPACK Bern 2026 ist der einzigartige Treffpunkt der Verpackungsindustrie in der Schweiz und bildet den gesamten Verpackungsprozess entlang der […]

  • LOPEC Kongress

    Der LOPEC Kongress 2026 findet vom 24. bis 26. Februar 2026 im Messezentrum München statt und gilt als weltweit bedeutendste Kommunikationsplattform […]

  • LOPEC

    Die LOPEC 2026 findet vom 25. bis 26. Februar 2026 in der Messe München statt und gilt als führende internationale Fachmesse mit begleitendem […]

Die aktuelle Chemie

Newsletter

  • Newsletter Anmeldung
  • Unser Newsletter-Archiv

Welkin Media News

Aktuelle Nachrichten aus unseren anderen Online-Portalen Lebensmittel-&Biotechnologie und Österreichische Kunststoffzeitschrift.

  • Markus Büngers übernimmt CEO-Position bei HASCO
    am 16. Januar 2026 von Birgit Fischer (Österreichische Kunststoffzeitschrift)

    Markus Büngers hat zum 01. Januar 2026 die Position des CEO der HASCO Hasenclever GmbH + Co. KG übernommen. Nach einer Übergangsphase unter Thomas Karazmann setzt das Unternehmen auf interne Nachfolge, strategische Kontinuität und langfristige […]

  • GEA realisiert offene Pilotinfrastruktur für Fermentation
    am 16. Januar 2026 von Birgit Fischer (Lebensmittel- & Biotechnologie)

    GEA realisiert für die Biotechnology Fermentation Factory am NIZO Food Innovation Campus in Ede eine offene Pilotinfrastruktur für Fermentation in Lebensmittelqualität. Die Anlage ermöglicht die Validierung und Skalierung präzisions- und […]

  • Ganzheitliche Prozesslösungen für die Kunststoffverarbeitung
    am 15. Januar 2026 von Birgit Fischer (Österreichische Kunststoffzeitschrift)

    Auf der PlastIndia 2026 präsentiert Coperion ganzheitliche Prozesslösungen für Compoundieren, Recycling und Polyolefine. Gezeigt werden Einzelkomponenten und Gesamtanlagen aus einer Hand, die auf effizienten Betrieb, hohe Zuverlässigkeit, […]

  • Sprühbares Polymer eröffnet neuen Pflanzenschutz
    am 15. Januar 2026 von Birgit Fischer (Lebensmittel- & Biotechnologie)

    Forschende der University of California San Diego haben ein sprühbares Polymer entwickelt, das neue Ansätze im Pflanzenschutz eröffnet. Die Beschichtung schützt Nutzpflanzen vor bakteriellen Infektionen, bleibt gasdurchlässig und erhöht ihre […]

  • Selectnutrition wird Teil von TER Chemicals
    am 14. Januar 2026 von Birgit Fischer (Lebensmittel- & Biotechnologie)

    Selectnutrition wird Teil von TER Chemicals. Mit der Übernahme stärkt TER Chemicals seine Position im Food-&-Nutrition-Segment in der Schweiz und im gesamten DACH-Raum und richtet das Geschäft langfristig auf Wachstum aus. Der Beitrag […]

  • Volker Nilles verstärkt ARBURG-Geschäftsführung
    am 14. Januar 2026 von Birgit Fischer (Österreichische Kunststoffzeitschrift)

    Volker Nilles hat am 12. Januar 2026 den Vorsitz der Geschäftsführung von ARBURG übernommen und die sechsköpfige Führungsspitze des Maschinenbauers ergänzt. The post Volker Nilles verstärkt ARBURG-Geschäftsführung appeared first on […]

  • Ultramid®-Polyamid besteht Langzeitanforderungen der E-Mobilität
    am 13. Januar 2026 von Birgit Fischer (Österreichische Kunststoffzeitschrift)

    Die glasfaserverstärkte, halogenarme Ultramid®-Type von BASF wird für Anwendungen der E-Mobilität unter Hydrolysebedingungen in Wasser-Glykol geprüft. Mithilfe von Arrhenius-Analysen lassen sich die Materialeigenschaften auf Einsatzzeiten von […]

  • Lignin als Ausgangsstoff für bioaktive Moleküle
    am 13. Januar 2026 von Birgit Fischer (Lebensmittel- & Biotechnologie)

    Lignin wird an der Universität Graz als Ausgangsstoff für bioaktive Moleküle genutzt. Chemische Verfahren auf Basis von Holzresten ermöglichen kürzere Synthesewege, geringeren Energieeinsatz und reduzierte Abfallmengen. Der Beitrag Lignin als […]

  • Neue Recyclingpfade für leistungsfähige Geokunststoffe
    am 12. Januar 2026 von Birgit Fischer (Österreichische Kunststoffzeitschrift)

    Im Projekt Zirk-Tex des Fraunhofer CCPE entstehen neue Ansätze zur Herstellung von Geokunststoffen und Dachbahnen aus bislang ungenutzten Kunststoffabfällen entlang der gesamten Wertschöpfungskette. The post Neue Recyclingpfade für […]

  • Bioraffineriekonzept erzeugt Flugzeugtreibstoff aus Tomatenresten
    am 12. Januar 2026 von Birgit Fischer (Lebensmittel- & Biotechnologie)

    Ein EU-Forschungsprojekt unter Leitung der TU Graz entwickelt ein integriertes Bioraffineriekonzept, das Restbiomasse aus der Tomatenproduktion vollständig verwertet und daraus nachhaltigen Flugzeugtreibstoff sowie Dünger, Tierfutter und Speiseöl […]

Schlagwörter

Aktuelle Nachrichten über BASF analytica Analytik Analytik Jena Anlagenbau Automation Automatisierung Awards B&R BASF Borealis BR CEM CO2 Danfoss Digitalisierung Endress+Hauser Evonik FCIO Festo Finance Forschung Foto Freitag FotoFreitag Hardware Industrie 4.0 Jubiläum KI Kreislaufwirtschaft Labortechnik LANXESS Lenzing Logistik Messe München Nachhaltigkeit OMV Personalia Publikation Pumpen Recycling Robotik Shimadzu Software Wasserstoff Webinar

Kategorien

Copyright © 2026 · WelkinMedia Fachverlag