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Perspektiven für die „Rohstoffwende Bayern“ von ForCYCLE

9. Februar 2017 von Birgit Fischer

Der Forschungsverbund ForCYCLE präsentiert am 16. Februar 2017, nach dreijähriger Projektarbeit, seine Ergebnisse und Perspektiven für die „Rohstoffwende Bayern“.

Seit dem Projektstart 2014 arbeiteten Wissenschafterinnen und Wissenschafter mehrerer bayerischer Universitäten und Hochschulen sowie Fraunhofer-Institute gemeinsam mit Industrieunternehmen in zehn ForCYCLE Teilprojekten an innovativen, stoffspezifischen Recyclingverfahren. Diese enge Zusammenarbeit ermöglichte es, die entwickelten Verfahren und Technologien schnell in eine praktische Anwendung zu überführen.

ForCYCLE wurde vom Augsburger Lehrstuhl für Ressourcenstrategie (Prof. Dr. Armin Reller) koordiniert und vom Bayerischen Staatsministerium für Umwelt- und Verbraucherschutz mit drei Millionen Euro finanziert.

Der steigende Bedarf an Rohstoffen, deren Verknappung und Verteuerung sowie das Vorkommen vieler essentieller Rohstoffe in nur wenigen, teils politisch instabilen Abbau- und Exportregionen, bergen sowohl für die globale als auch regionale Wirtschaft ein immenses Risikopotential. Der Projektverbund ForCYCLE stellte sich der Herausforderung, wie man diesem zukunftsorientiert und nachhaltig mit speziellem Blick auf Bayern begegnen kann.

Die Rückgewinnung von Buntmetallen aus Industrieabwässern, das Recycling von Carbonfasern und Hybridwerkstoffen oder die Entwicklung von Produkten für die Bauindustrie, die auf Sekundärrohstoffen basieren waren einige Themen der Projektarbeit.

Prof. Dr. Armin Reller, ForCYCLE-Sprecher und Dozent für Ressourcenstrategie | Foto: Uni Augsburg

„Wenn es uns gelingt, durch verstärktes und intelligentes Recycling gewonnene Sekundärrohstoffe, also Rohstoffe aus Abfall oder gebrauchten Produkten erneut zu verwerten und so die Kreislaufwirtschaft weiter voran zu bringen, ist dies ein wichtiger Schritt in Richtung der dringend gebotenen Rohstoffwende“, betonte Prof. Dr. Armin Reller als ForCYCLE-Sprecher beim Projektstart vor drei Jahren.

Keineswegs „nur“ unter dem Aspekt des Schutzes der Umwelt, sondern auch aus ökonomischer und gesellschaftlicher Perspektive ist ein Umdenken und Umsteuern bei der Nutzung von Rohstoffen zwingend erforderlich. Neben Maßnahmen, die zur Ressourcenschonung und zu höherer Effizienz bei ihrer Verwertung ergriffen werden müssen, spielen dabei das Recycling und die Wiederverwendung von Sekundärrohstoffen eine bedeutende Rolle.

Das ForCYCLE-Abschlusssymposium in Augsburg

Das Abschlusssymposium am 16. Februar 2017 wird an der Juristischen Fakultät der Universität Augsburg vom Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz in Kooperation mit dem Wissenschaftszentrum Umwelt (WZU) der Universität Augsburg veranstaltet.

Anmeldungen können über ein eigenes Formular vorgenommen werden, das ausführliche Programm sowie weitere Tagungsinformationen können ebenso schon eingesehen werden.

In Anwesenheit von Ulrike Scharf MdL (Bayerische Staatsministerin für Umwelt und Verbraucherschutz), die die ForCYCLE-Abschlussberichte entgegennehmen wird, resümiert das Abschlusssymposium in fünf Gesprächsrunden und Podiumsdiskussionen die Arbeit des Verbundes insgesamt sowie die einzelnen Ergebnisse der Projektcluster „Metalle“, „Biogene Polymere und Werkstoffe“, „Komposite“ und „Baustoffe“. An den Präsentationen aktiv beteiligt sind rund zwanzig Wissenschafterinnen und Wissenschafter von sechs bayerischen Universitäten und Hochschulen sowie Vertreterinnen und Vertreter von zwei Fraunhofer-Instituten und sieben Industriepartnern, die im Verbund mitgeforscht haben.

Kategorie: Allgemein, Forschung, News, Veranstaltungen Stichworte: ForCYCLE, Frauenhofer-Institut, Recycling, Ressourcenstrategie, Rohstoffwende, Universität Augsburg

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