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Kartellbehörden prüfen geplante Monsanto Übernahme durch Bayer

Die 66 Milliarden Dollar schwere Übernahme von Monsanto durch Bayer wird in den nächsten Monaten international von Wettbewerbshütern auf Herz und Nieren geprüft. Vor allem der Entscheid der Behörden in den USA und Europa fallen dabei stark ins Gewicht. In den USA wurde die Fusion schon im Dezember 2016 zur Genehmigung angemeldet, in der EU soll der Antrag im zweiten Quartal 2017 eingereicht werden.

Bereits vor Monaten deutete die EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager eine genaue Prüfung an. Mit der soll sichergestellt werden, dass es nach einer Fusion auch weiterhin Wettbewerb im Saatgut- und Pflanzenschutzgeschäft gibt und die Landwirte beim Kauf von Saatgut und Pestiziden ausreichend Alternativen haben.

Kritiker sehen in dem geplanten Zusammenschluss das Entstehen eines neuen Giganten der Agrochemie, welches die Landwirte noch stärker in die Abhängigkeit treibe, die Umwelt und Artenvielfalt bedrohe. Dabei wenden sie sich besonders gegen gentechnisch behandeltes Saatgut und den umstrittenen Unkrautvernichter Glyphosat, den die EU bis Ende 2017 zugelassen hat.

Bayer Vorstandsvorsitzender Werner Baumann. | Foto: Bayer

Für Bayer-Chef Werner Baumann zeigte sich bei der Bilanzvorlage weiter entschlossen, mit dem Zusammenschluss stehe für ihn viel auf dem Spiel. Er argumentiert den Deal damit, dass die Ernährung der wachsenden Weltbevölkerung nur mit höheren Erträgen auf den Feldern und einer größeren Wirtschaftlichkeit der Betriebe erreicht werden könne. Weiters versicherte er, dass sein Unternehmen mit dem Deal in Europa genveränderte Pflanzen nicht durch die Hintertür etablieren will.

Rückenwind für die Monsanto-Übernahme geben dem Bayer-Chef ein gut laufendes Pharmageschäft mit Höchstständen in Umsatz und Gewinn. Auch die glänzenden Bilanzergebnisse der Werkstofftochter Covestro gäben Antrieb.

Dass die geplante Übernahme ganz ohne Auflagen genehmigt werde, glauben ihre Befürworter jedoch nicht. So geht beispielsweise das Analysehaus Kepler Cheuvreux davon aus, dass insgesamt Unternehmensteile im Wert von mindestens 11,5 Milliarden Euro wegen kartellrechtlicher Bedenken auf den Markt kommen werden.

An der Börse scheint die anfangs sehr kritische Stimmung zu kippen. Immer mehr Investoren rechnen inzwischen mit einem Gelingen des milliardenschweren Deals – das US-Brokerhaus Bernstein hat die Wahrscheinlichkeit für ein Gelingen des Zusammenschlusses von 50 auf 75 Prozent angehoben. Der Großinvestor Warren Buffett soll sich außerdem mit Monsanto-Aktien eingedeckt haben. Doch der Weg ist noch immer nicht geebnet, die mit derzeit 109 US-Dollar notierte Monsanto Aktie liegt derzeit weit unter dem Bayer-Gebot von 128 US-Dollar – ein Zeichen, dass die Anleger noch nicht zu 100% an das Geschäft glauben.