• Zum Inhalt springen
  • Skip to secondary menu
  • Zur Seitenspalte springen

Die Chemie Zeitschrift Österreichs

Das unabhängige Traditionsmagazin

  • Das Magazin
    • Über die Österreichische Chemie Zeitschrift
    • 120 Jahre
    • Abonnement
    • Mediadaten
    • Online-Archiv
  • Resorts
    • Forschung
    • Foto Freitag
    • Messe
    • Publikation
    • Personalia
    • Bildung
  • Messekalender
  • Chemie-Lexikon
  • Links
    • L&B
    • labor
    • Kunststoff
  • Welkin Media Verlag
Aktuelle Seite: Start / News / Forschung / AEM-Elektrolyse für industrielle Anwendungen

AEM-Elektrolyse für industrielle Anwendungen

12. Mai 2023 von Birgit Fischer

Im Projekt „Integrate“ wollen Sunfire und das Fraunhofer IFAM die alkalische AEM-Elektrolyse in einer industriellen Größenordnung erproben. Technologien wie die Druckalkali- oder Hochtemperatur-Elektrolyse werden bereits heute im industriellen Umfeld installiert. Die Anionenaustauschmembran-Technologie (AEM) ist ein vielversprechender Ansatz für die kostengünstige Herstellung von grünem Wasserstoff.

Wissenschaft und Industrie sehen großes Potenzial in der alkalischen AEM-Elektrolyse und erwarten eine schnelle technologische Entwicklung im kommenden Jahrzehnt.

Neue Maßstäbe im Elektrolysemarkt durch AEM-Elektrolyse

Die AEM-Elektrolyse vereint die jeweiligen technischen Vorteile der Polymer Exchange Membrane (PEM) Elektrolyse und der alkalischen Elektrolyse (AEL). Eine hohe Leistungsdichte, Flexibilität und eine hohe Gasreinheit sind Eigenschaften, welche die AEM- mit der PEM-Technologie gemeinsam hat. Darüber hinaus zeichnet sich die AEM-Technologie durch ihre günstigen und unkritischen Materialen aus – ähnlich wie bei der AEL-Technologie. Damit hat die AEM-Elektrolyse das Potenzial, sowohl bei ihren Betriebs- als auch Investitionskosten neue Maßstäbe im Elektrolysemarkt zu setzen.

Clemens Kubeil bereitet im Elektrolyse-Labor des Fraunhofer IFAM eine Membran für die Beschichtung vor | Foto: Fraunhofer IFAM Dresden
Clemens Kubeil bereitet im Elektrolyse-Labor des Fraunhofer IFAM eine Membran für die Beschichtung vor | Foto: Fraunhofer IFAM Dresden

Diese Vorteile will nun auch das Fraunhofer IFAM näher betrachten. Gemeinsam mit dem Wasserstoffunternehmen Sunfire und den kanadischen Partnern Ionomr Innovations, der National Research Council of Canada (NRC), sowie der Simon Fraser University und der Universität von Alberta startete das Unternehmen das Förderprojekt „Integrate“(Förderkennzeichen 01DM22001B). Ziel der Partner ist es, einen AEM-Elektrolyseur im oberen zweistelligen kW-Bereich zu entwickeln. Die technische Machbarkeit wird anschließend unter industrierelevanten Bedingungen validiert.

Am Standort in Dresden wird Sunfire dazu einen Teststand mit einer Elektrolyse-Zelle bereitstellen, um die Leistung des AEM-Stacks zu messen. „Mit dem Projekt ‚Integrate‘ signalisieren wir unsere Innovationskraft und Vorreiterrolle im global wachsenden Elektrolysemarkt“, so Sunfire-CTO Christian von Olshausen. „Wir sind stolz, mit hochkarätigen Technologie- und Forschungspartnern zu kooperieren und unsere deutsch-kanadische Zusammenarbeit stärken zu können.“

Sowohl Sunfire als auch das Fraunhofer IFAM verfügen über eine ausgeprägte und langjährige Expertise auf dem Gebiet der Elektrolyse. Sunfire hat als Elektrolyseur-Hersteller seine Hauptkompetenz in der Elektrolysetechnik und Systemintegration. Das Fraunhofer IFAM konzentriert sich als außeruniversitäre Einrichtung auf die angewandte Forschung. Es beschäftigt sich mit der Entwicklung und Qualifizierung von Materialien für alkalische Stacks.

Upscaling auf industriellen Maßstab

Im Projekt „Integrate“ designt und optimiert das Institut langzeitstabile, hochleistungsfähige nicht-Platingruppen Metall-Katalysatoren für den Einsatz in verdünnter alkalischer Umgebung. Außerdem werden poröse Transportschichten (PTL) optimiert. Nachdem so vielversprechende Katalysatoren und eine PTL identifiziert worden sind, wird das Fraunhofer IFAM Elektroden herstellen, die bei Sunfire in einer industriellen Testumgebung getestet werden. Anhand der Ergebnisse wird der Teststand entsprechend modifiziert, um für einen langfristigen AEM-Betrieb einsatzfähig zu sein.

Clemens Kubeil, als wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Abteilung Wasserstofftechnologie verantwortlich für das Projekt am Institut, ergänzt: „Der Produktionsprozess am Fraunhofer IFAM wird wertvolle Erfahrungen im Umgang mit Elektroden der erforderlichen Größe liefern, so dass für ein Upscaling auf industriellen Maßstab kein Verfahren von Grund auf neu entwickelt werden muss.“

Bill Haberlin, CEO von Ionomr Innovations | Foto: Ionomr Innovations

Die alkalischen Aemion+®-Membranen von Ionomr, die im Projekt eingesetzt werden, sind langlebig, ultrastabil und maximieren die Leistung ohne die herkömmlichen teuren Komponenten für die Wasserelektrolyse – wie Iridium, Platin und Titan. Sie ersetzen diese durch weniger teure Materialien, wie die vom Fraunhofer IFAM entwickelten. Unsere Aemion+®-Membranen ermöglichen eine längere Lebensdauer in hochgradig basischen Umgebungen, wurden mit Blick auf industrielle Anwendungen entwickelt und sind im kommerziellen Maßstab verfügbar. Sie enthalten keine Perfluorsulfonsäure (PFSA), die aufgrund von Umweltbedenken immer weniger eingesetzt wird.

Bill Haberlin, CEO von Ionomr Innovations

Staatlich gefördert wird das Vorhaben seit dem 1. Oktober 2022 vom deutschen BMBF für drei Jahre. Hergen Wolf, Director Product Management bei Sunfire, betont: „Die AEM-Technologie ist bisher nur im einstelligen kW-Bereich verfügbar und somit nicht für großskalige Wasserstoffprojekte in der Industrie nutzbar. Gemeinsam mit unseren Partnern werden wir die Voraussetzungen schaffen, um diese vielversprechende Technologie aus dem Labor in die industrielle Anwendung zu überführen.“

Die Partner auf einen Blick

Mit seiner effizienten Hochtemperatur-Elektrolyse verhalf Sunfire bereits in der Vergangenheit einer jungen und innovativen Technologie zum Durchbruch. Die technische Entwicklung befand sich zur Unternehmensgründung 2010 noch am Anfang. Heute installiert Sunfire im Multi-Megawatt-Maßstab in der Industrie. Darüber hinaus bedient das Unternehmen erfolgreich zahlreiche Kunden mit seiner robusten Druckalkali-Technologie, um den immensen Bedarf an grünem Wasserstoff decken zu können.

Das Fraunhofer IFAM beschäftigt sich seit fast 30 Jahren mit der Entwicklung und Erprobung neuartiger Werkstoffe auf der Basis von gesinterten Metallpulvern und beschichteten zellularen Metallstrukturen sowie mit der Entwicklung der zugehörigen Fertigungstechnologien. Im Hinblick auf wasserstoffbezogene Technologien wurden große Anstrengungen unternommen, um neue Materialien für die Wasserstofferzeugung mittels AEL und AEMEL zu entwickeln. Das Institut hat sein langjähriges Know-how bereits in mehreren nationalen und internationalen Projekten eingesetzt, deren Fokus auf Funktionsmaterialien und Prototypentests im Bereich neuartiger Energiematerialien für AEL und AEMEL lag.

Kategorie: Forschung, News Stichworte: AEM, Elektrolyse, FraunhoferIFAM, Sunfire, Wasserstoff

Seitenspalte

Messekalender

  • LOPEC Kongress

    Der LOPEC Kongress 2026 findet vom 24. bis 26. Februar 2026 im Messezentrum München statt und gilt als weltweit bedeutendste Kommunikationsplattform […]

  • LOPEC

    Die LOPEC 2026 findet vom 25. bis 26. Februar 2026 in der Messe München statt und gilt als führende internationale Fachmesse mit begleitendem […]

  • EMPACK Dortmund

    Die EMPACK Dortmund 2026 ist die regionale Fachmesse für die Verpackungsindustrie und bietet ein kompaktes Update zu den wichtigsten Innovationen […]

  • LOGISTICS & AUTOMATION Dortmund

    Die LOGISTICS & AUTOMATION Dortmund 2026 ist die regionale Fachmesse für Intralogistik und Materialfluss. Im Fokus stehen Produkte, Services und […]

  • PUMPS & VALVES Dortmund

    Die PUMPS & VALVES Dortmund 2026 ist die spezialisierte Fachmesse für industrielle Pumpen, Armaturen und prozesstechnische Komponenten. In nur […]

Die aktuelle Chemie

Newsletter

  • Newsletter Anmeldung
  • Unser Newsletter-Archiv

Welkin Media News

Aktuelle Nachrichten aus unseren anderen Online-Portalen Lebensmittel-&Biotechnologie und Österreichische Kunststoffzeitschrift.

  • Verbundwerkstoff repariert Mikrorisse durch elektrische Erwärmung
    am 13. Februar 2026 von Birgit Fischer (Österreichische Kunststoffzeitschrift)

    Ein an der NCSU entwickelter Verbundwerkstoff integriert Heizschichten und thermoplastische Zwischenschichten, um Delamination gezielt zu beheben. In Tests über 1.000 Zyklen zeigte das Material eine außergewöhnliche Widerstandsfähigkeit […]

  • CookStar First als kompakter Zweizonen-Spiralofen
    am 13. Februar 2026 von Birgit Fischer (Lebensmittel- & Biotechnologie)

    Mit dem CookStar First erweitert GEA sein Portfolio um einen kompakten Zweizonen-Spiralofen für kleine und mittlere Produktionskapazitäten. Der CookStar First ermöglicht Temperaturabweichungen von rund 1 °C, reduziert Garzeiten um 10–30 […]

  • S!MPATI 4.90 optimiert Chargenbewertung und Datenanalyse
    am 12. Februar 2026 von Birgit Fischer (Lebensmittel- & Biotechnologie)

    S!MPATI 4.90 Pharma unterstützt Labore ab 2026 bei der optimierten Chargenbewertung und Datenanalyse. Die Software vereinfacht Berichterstellung, erhöht Datensicherheit und ermöglicht die Integration in bestehende Systeme. Der Beitrag S!MPATI […]

  • Neues Verfahren ermöglicht Polyurethane ohne Isocyanat
    am 12. Februar 2026 von Birgit Fischer (Österreichische Kunststoffzeitschrift)

    Im Projekt CO2NIPU zeigen Fraunhofer-Forschende, wie sich Polyurethan erstmals ohne giftiges Isocyanat herstellen lässt. Das neue Produktionsverfahren auf Basis von Dicarbamat nutzt CO2 als Rohstoff und ist bereits im Technikumsmaßstab umgesetzt. […]

  • Mehrwegbecher der K 2025 finden Einsatz über die Messe hinaus
    am 11. Februar 2026 von Birgit Fischer (Österreichische Kunststoffzeitschrift)

    Auf der K 2025 kamen erstmals Mehrwegbecher in großem Umfang zum Einsatz. Nach der Messe wurden verbliebene Becher gesammelt, gereinigt und entweder sozialen Einrichtungen zur Nutzung überlassen oder dem Recycling zugeführt – ein praktischer […]

  • analytica conference 2026 vernetzt Diagnostik, KI und Analytik
    am 11. Februar 2026 von Birgit Fischer (Lebensmittel- & Biotechnologie)

    Die analytica conference versammelt vom 24. bis 26. März 2026 internationale Forschende in München und zeigt aktuelle Entwicklungen in KI, Diagnostik sowie analytischer Chemie entlang des gesamten Forschungsspektrums. Der Beitrag analytica […]

  • Masterclass zur systematischen Pulvercharakterisierung
    am 10. Februar 2026 von Birgit Fischer (Lebensmittel- & Biotechnologie)

    Die Masterclass zur systematischen Pulvercharakterisierung von Anton Paar findet am 10.–11. März 2026 in Graz statt und vermittelt theoretische Grundlagen sowie praxisnahe, synergetische Messmethoden zur Analyse von Pulvern. Der Beitrag […]

  • EmpowerDPP: Konzepte und Services zur DPP-Umsetzung
    am 10. Februar 2026 von Birgit Fischer (Österreichische Kunststoffzeitschrift)

    Im Projekt EmpowerDPP entwickeln drei Fraunhofer Cluster of Excellence technische und organisatorische Konzepte zur Umsetzung des digitalen Produktpass, der ab 2027 verpflichtend wird. Darauf aufbauend werden Serviceangebote erarbeitet, insbesondere […]

  • Nordmann erstmals auf der JEC WORLD vertreten
    am 9. Februar 2026 von Birgit Fischer (Österreichische Kunststoffzeitschrift)

    Nordmann ist vom 10. bis 12. März 2026 erstmals auf der JEC WORLD in Paris vertreten. Der Chemiedistributor präsentiert dort sein internationales Portfolio für die Composites-Industrie sowie bestehende und erweiterte Partnerschaften. The post […]

  • EcoVadis verleiht Platinmedaille an TOMRA Recycling
    am 6. Februar 2026 von Birgit Fischer (Österreichische Kunststoffzeitschrift)

    TOMRA Recycling erhält die EcoVadis-Platinmedaille und erreicht 87 von 100 Punkten in der Nachhaltigkeitsbewertung. Damit zählt das Unternehmen zu den besten ein Prozent aller weltweit bewerteten Unternehmen innerhalb der letzten zwölf Monate. […]

[facetwp facet=“categories“]

Schlagwörter

Aktuelle Nachrichten über BASF analytica Analytik Analytik Jena Anlagenbau Automation Automatisierung Awards B&R BASF Borealis BR CEM CO2 Danfoss Digitalisierung Endress+Hauser Evonik FCIO Festo Finance Forschung Foto Freitag FotoFreitag Hardware Industrie 4.0 Jubiläum KI Kreislaufwirtschaft Labortechnik LANXESS Lenzing Logistik Messe München Nachhaltigkeit OMV Personalia Publikation Pumpen Recycling Robotik Shimadzu Software Wasserstoff Webinar

Kategorien

Copyright © 2026 · WelkinMedia Fachverlag